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Zeugungen! Die Glocken läuteten; überall kamen ihnendie Einwohner, die Geistlichkeit an der Spitze, entgegen.Die Edelleute des Landes eilten herbei, ihr Gefolge zubilden. Annecy , das sie empfing, glaubte, die Religionund das Unglück aufzunehmen ^).
So viele Herzen zu ihren Gunsten schlugen, so vieleStimmen erhoben sich, Genf zu verfluchen und nachRache zu rufen. Die Schwestern gehörten den größtenFamilien der Gegend an, die nun das gläubige Volk an-riefen. Zn kurzer Zeit sah man das lebhafte Mitgefühl,welches das waadtländische Volk für Genf und seinenheroischen Kampf geäußert hatte, erlöschen. Die Ständedieses Landes, an die sich von der einen Seite der Fürst,Bern von der andern gewendet, hatten sich im Zahr 1534zum zweiten Male für Aufrechthaltung des Friedens aus-gesprochen; beide Male hatten sie die feindseligen Maaß-regeln des Herzogs, durch ihre Weigerung, daran Theilzu nehmen, gelähmt. Aber durch die Annahme der Re-form hatte Genf diese Stimmung geändert. Von allenSeiten her vernahm man, daß, wenn die Berner derPredigerstadt zu Hülfe zögen, man ihnen den Durchpaßverweigern würde. Freiburg machte in Orbe , Grand-son, Peterlingen bekannt, es sei entschlossen, nicht zuerlauben, daß die Reform weitere Fortschritte mache.Seine Abgeordneten erschienen vor den Ständen derWaadt und wurden so aufgenommen, daß Bern sichdadurch tief beleidigt zeigte. „Dieser so freundliche Em-pfang," schrieb es, „möchte wohl gegen uns gerichtetsein; vbschon wir wenig Gewicht darauf legen, so könnenwir doch unser Erstaunen über ein Benehmen, das unsreralten Freundschaft zuwider läuft, nicht verhehlen." Mehr