Band 
Erster Theil.
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als einmal hatte es für die Pfarrer des neuen Kultusum die Erlaubniß zu predigen nachgesucht; die Ständeantworteten, „ das ganze Land wolle in der Religion feinerVater verharren."

Als eine Bundesgenofsenfchaft von kleinen Städtenund von Schlössern, stand das Waadtland mit der Fremdenur durch die Verhältnisse seines Adels in Berührung.Die Städte trieben Ackerbau; kein Handel hatte sie inVerbindung mit dem Auslande gebracht, wie Genf ,Bafel, Zürich; sie hatten nicht, wie Bern , ausgebreitetepolitische Beziehungen; die Luft wurde nur selten undnur wenig erneuert. Lausanne , ihr natürlicher Heerd,gehörte dem Bischof. Dieses Mittelpunktes beraubt,fehlte ihnen die leitende 2dee und das -Verständniß derZeit. Sie verbanden sich mit demjenigen Theile vonHelvetien, der den Fortschritt zurückstieß. Sie rissen auchLausanne in ihre Bewegung hinein. Diese Stadt, welchenoch jüngst Genf ihre Hülfe angetragen, verbot jetztihren Bürgern, demselben zu dienen. Sie hatte mitFreiburg alte Zwistigkeiten; Freiburg , mit dem sie aufgleiche Weife, wie mit Bern , verbündet war, hatte esihr übel genommen, daß sie im Kriege gegen das Ober-land und im Kappelerkrieg ihre Mannschaft unter derFahne der Reform hatte ziehen lassen; Lausanne hattesich nicht weniger geärgert, als es, in seinen Streitigkeitenmit dem Bischöfe, Freiburg gegen sich sprechen hörte.Zetzt aber näherten sich die beiden Städte und sagten sichin einer zu Peterlingen gehaltenen Konferenz gegenseitigeVersöhnung zu. Sogar mit ihrem Bischöfe verstän-digten sich die Lausanner. Auch die Walliftr boten ihreHülfe dem Herzoge an. Dieser Fürst, welcher schon aufden Kaiser zählte, und sich auf die katholischen Kantoneverließ, erwartete nach so vielen Zeichen, seinen Stern