Band 
Erster Theil.
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wieder aufgehen zu sehen. Seine Gesandten traten ausihrer demüthigen Haltung heraus. Sie spotteten über diehundertmal wiederholten Drohungen BernS. Immerzahlreichere Truppen zogen sich um Genf herum zusammen,und ließen ihm durch ihre Neckereien keine Ruhe mehr ^).

Genf fiel vor den gnädigen Herren zu Bern auf dieKniee, und flehte sie an, seinen Untergang nicht zuzu-lassen 6). Bern antwortete, wie schon mehr als Einmal:„Nach so vieler Mühe und so vielen Sendungen habenwir nichts erreichen können. Darum und wegen der ge-fährlichen Ränke, welche heutzutage im Schwange sind,möchten wir euch ermähnen, klüglich in euern Angelegen-heiten zu Rathe zu gehen; denn bei den Gefahren,denen wir ausgesetzt sind, könnten wir euch nicht wohlunterstützen; es wäre doch unvernünftig, daß wir daseigene Land hülflos verlassen sollten, um euch zu Hülfezu ziehen." 2m Rathe zu Bern saßen zwar Männer, die,auö Eifer für die Reform, zum Kriege verleiteten, indemsie von christlicher Barmherzigkeit sprachen; andere em-pfingen aber vom Herzog heimliche Pensionen, und dieMehrzahl des Rathes bestand aus staatsklugen Männern,welche kalt abwogen, was die Zeit erforderte.

Den ganzen Frühling war von nichts die Rede ge-wesen, als den großen Truppenaushebungen des Kaisers.

5) Archive von Bern , welsche und deutsche Missiven. — FromentsTagebuch. — Oocumens sur le kszs-äe-Vsuä, p. 179 etc. —Archive von Freiburg und Lausanne , - kuckst III, 209, 398,415. — kslties äs llkartes III s Nr. äs kulliu, Waadtl. Arch.

6) keckerckes sur les ktsts, psr Nr. äs MuIIinen. Es sinkensich zwei Fehler darin: nicht im Jahr 1535, sondern 1534weigerten sich die Stände, gegen Genf zu ziehen. Es scheintmir unwahrscheinlich, daß die Stände im Jahr 1535 von demHerzog persönlich in Morste versammelt worden seien.