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Monarchie, welche, im Widersprüche mit den SittenEuropa's , nur kurze Zeit bestand ^).
Kleinmüthig betrachteten die Protestanten die Ruinen,womit Deutschland durch diesen Brand bedeckt wordenwar. Ihr Bund war indeß um ein neues Glied verstärktworden. Man erinnert sich jenes Ulrichs von Würtem-berg, der, seiner Gewaltthaten wegen, aus seinen Staatenvertrieben worden war, und sich, nachdem er die Schweizer umsonst für seine Sache zu gewinnen gesucht hatte, nachMvntbelliard zurückgezogen hatte, wo er zur neuen Lehreübertrat, und den Lauf der Dinge abwartete. Als nunder Kaiser in einen fernern Krieg verwickelt war, sielUlrich in seine Erblande ein, gewann sie fast ohne Schwert-streich , und führte schleunig die Reform ein. Seine Uni-versität Tübingen wurde in eine evangelische Schule ver-wandelt. Das würtembergische Volk, das in seinem Fürsteneinen neuen Manasses zu sehen glaubte, sang Dankliederin seinen Kirchen ^).
Ulrichs Rückkehr war vom König von Frankreich be-günstigt worden. Derselbe Monarch, den man zu Paris mit entblößtem Haupte eigenhändig die Scheiterhaufen derReformirten anzünden gesehen, bezeugte den Fürsten desprotestantischen Bundes den lebhaftesten Antheil. Er be-trachtete das Abendmahl nicht viel anders als die Luthe-raner, wie er versicherte. Er selbst schrieb eine Ein-ladung an den versöhnlichen Melanchthon, daß er nachParis kommen und seinen Rath geben möchte, wie diefranzösische Kirche mit der deutschen vereinigt werdenkönnte. Oft und warm versicherte er die Schweizerftädte
8) Sleidan, B. IV. bis X. — Nesdovius- — Montford in Schard II.— Heresdactiii, bist. anabaptie» monssteriana, 1650.
9) Sleidan. — Scheurer, würtembergische Kirchenreform. — Satt-lers Gesch. des Herzogthums. — Lonsius, Schwäbische Chronik.