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Kaum acht Tage waren vergangen, als Ludwig vonDiesbach schon wieder zu Genf vor das Volk trat. „Sehrachtbare Herren und Mitbürger, sprach er, mehr alseinmal haben unsre Obern uns mit dem Auftrage zu euchgesandt, alles zu versuchen, um euch zu einer gutenUebereinkunft zu bewegen; aber eure Antworten warennicht von der Art, wie sie dieselben zu erwarten berechtigtwaren; denn sie halten dafür, daß ihr eher den Friedenals den Krieg verlangen solltet. Zhr könnet kein Guthaben, das sie nicht theilten, und kein Uebel, das nichtdas ihrige würde. Nun käme uns aber in diesem Augen-blicke der Krieg ungelegen, und wenn es so weit ginge,daß ihr unsrer Hülfe bedürftet, was könnten wir thun,da der Feind vor unsern Thoren steht? Wir bitten euchalso, die Ausfälle gegen die Peneysaner aufzugeben, wenndiese versprechen, eure Ländereien nicht mehr zu ver-heeren." Das ganze Volk antwortete: „Wir wolleneinen dauerhaften Frieden; die Peneysaner aber haltenwir für Verräther und werden in keinerlei Uebereinkunftmit ihnen treten." Schon befanden sich die Gesandtenauf der Heimreise, als Briefe ihrer Obern sie umkehrenhießen, um den Genfern ihr Erstaunen über ein so hef-tiges Benehmen auszudrücken. „ So verfahre der Herzognicht, der sich verpflichtet habe, die Verbannten aus Peney zu versagen und die Genfer frei nach Savoyen handelnzu lassen, unter der einzigen Bedingung, daß sie dortnichts gegen den Kultus unternähmen; er anerbot sich,bis ins Aosta-Thal zu kommen, um in freundschaftlicherZusammenkunft alle übrigen Verhältnisse, die Genf be-trafen, ins Reine zu bringen." Diesbach lud die Genfer ein, in Frieden die Ergebnisse dieses Tages abzuwarten,und drohte, wenn sie sich dessen weigern würden, ihnenden Burgrechtsvertrag zurückzustellen. Genf gab nach,