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ohne an das Wort des Feindes zu glauben. Auf demHeimwege sahen die Gesandten, wie die Savoyarden dieUmgebungen der Stadt verwüsteten, und Truppen zuVersoix, Coppet und Nyon aufgestellt hatten. Ein Briefdes Herzogs an den Hauptmann dieser Truppen, der denBernern in die Hände fiel, ermähnte zur Eile"). Unterdiesen Umständen wurde die verheißene Konferenz eröffnet.
Der Herzog hatte sich verpflichtet, an einem der erstenNovembertage sich in Aosta einzufinden; als aber daselbst,zur festgesetzten Zeit, Franz Nägeli an der Spitze einerBerner Gesandtschaft erschienen war, ließ ihn der Herzogeinladen, nach Turin zu kommen. Stolz erwiederte derBerner, er werde keinen Schritt weiter gehen, und Karl,um seine Aufträge anzuhören, mußte selbst kommen.Der erste Punkt betraf die Religion. „Man ertheileGenf die Zusicherung, sagte Nägeli, daß es das Evan-gelium besitzen dürfe, wozu es als kaiserliche Stadt dasRecht hat, so wird das Uebrige ohne Mühe sich beilegenlassen." Der Herzog bat die Gesandten, ihre Instruktionenzu Ende zu lesen; aber die Befehle, die sie erhalten, er-laubten es ihnen nicht. „Ich werde eben so wenig überden Religionspunkt allein eintreten, erklärte ihnen setztder Fürst; derselbe geht den Kaiser an, dem ich ihn mit-theilen will; er geht den Papst an. Ich kann den Genserndie Veränderungen nicht zugestehen, die sie ohne des Kirchen-hauptes und eines allgemeinen Conciliums Erlaubniß vor-genommen. Wenn ich es wollte, meine Edelleute würdenes nicht dulden. Sie sind entschlossen, Leib und Gutdaran zu setzen, diese lutherischen Sektirer zu vertilgen^)."Die Gesandten hatten ihren Auftrag ausgerichtet.
17) Register. — Frvment. — Berner Archive.
18) Berner Archive, welsche Missiven. — Archive von Turin : Urkunde»/