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daß einst die Stadt mit ihrem eigenen Zeichen prägengelassen. Mehr als ein Jahrhundert lang, seit ihre Bischöfedem Hause Savoyen angehörten, oder den Herzogen er-geben waren, hatte sie dieses Recht vernachlässigt. Jetztübte sie es wieder, und ließ auf die neuen Stücke prägen,auf der einen Seite: „Nach Finsterniß Licht," auf ver-ändern: „Unser Gott kämpft für uns." Diese Wortestanden in den Herzen, wie auf den Münzen und demPanner. Man führte sie im Munde, zu Hause wie inder Kirche. Die Schildwachen auf den Wällen riefeneinander: „Der Ewige ist unser Schutz; der Ewige ver-mag alles, und was er vermag, das wird er thun." —„Ja, er wird es thun," wiederholten außerhalb Genf diekleinen evangelischen Vereine zu Lausanne, zu Orbe undPeterlingen. Diese alle, die aus der heiligen Schriftgelernt hatten, gegen alle Hoffnung noch zu hoffen, betetenund erwarteten das Heil von Gott '^).
In dieser Stimmung erhielt man die Nachricht vondem geringen Erfolge der Konferenz zu Aosta . Sogleichwandten sich die Genfer an den Berner Gesandten: „Er-kennt ihr nun, daß der Herzog, nur damit wir Hungersstürben, hat zögern wollen? Nehmet es daher nicht übelauf, wenn wir durch Ausfälle uns Lebensmittel zu ver-schaffen suchen und Jagd auf diese Gottlosen machen.Sehet ihr, wie sich die Einen über unsere Felder werfen,Andere das Land durchstreifen und unsre Bürger an-fallen ? Um Gottes Willen, helfet uns, da es noch Zeit ist!"Zugleich schrieb aber Lullin an Rudolf Nägeli: „ MeinHerr hatte mir aufgetragen, sein Kriegsvolk zurückzu-ziehen, und nur zu Eep und Gaillard Truppen zu lassen.
19) Briefe von Rudolf Nägeli. — Berner Archive. — Froment. —Register. - Ruchat III, 428. - Noset IV,