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abgeholt würden. Allein bald vernahm man, daß dieHaupttruppe das Schicksal ihrer Vorhut erfahren hatte.
Jetzt stellte Verey den Herren von Genf vor: „Zwei-mal bin ich nun unglücklich gewesen. Nichts desto wenigerdürft ihr glauben, daß mein Herr eure Lage sehr zuHerzen genommen hat, und nächstens eine noch beträcht-lichere Hülfe senden wird, als diese. Der König liebtGenf sehr; damit man ihn aber nicht anklagen könne,seine Nachbarn ohne Ursache zu bekriegen, so müßt ihrdarauf denken, wie ihr euch ihm angenehm erweisenwollet. Ihr hattet einen Bischof, der euer Fürst war;darauf den Herzog, der Hof hielt, dem ihr gehorchtet,der eure Leute nahm: mein Herr verlangt nichts der-gleichen. Zhr habt euch an die Schweizer gewendet, dieeuch mit ihren Abgerungen nur an den Rand eures Ver-derbens zu bringen wußten. Und der König? Er ver-langt nichts, als der Beschützer eurer Freiheiten zu heißen.Er wird euch eure Rechte, eure Gerichte lassen. Erwünscht nur Eines: der Bischof hatte das Begnadigungs-recht; diese Auszeichnung, die euch ja doch nicht zukommt,gebet sie ihm. Mehr verlangt er nicht, um euch eineHülfe zu senden, womit ihr eure Feinde auf seine Kostenverjagen könnet." Bei dieser Sprache sahen die Herrenvon Genf einander an, indem sie meinten: „Die Savoyardenkönnten wohl, ohne daran zu denken, für unsre Stadtgefochten haben, als sie diese Italiener schlugen; dennhätte diese Truppe Genf betreten, so wäre es um unsreFreiheiten geschehen gewesen." Sie erwiederten also demfranzösischen Edelmann: „Die Sache, wovon ihr unsredet, ist wichtig. Wir dürften sie unserm Volke nichtvorschlagen, welches bis jetzt nicht daran gezweifelt, daßder König uns unterstützt habe. Rettet demnach zuerstGenf ; wenn ihr es befreit haben werdet, dann wird es