Band 
Erster Theil.
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diejenigen, die ausziehen sollten. Die Auszügen sammeltensich unter den Fahnen der Stadt, zu der sie gehörten.Sie bildeten Compagnien, wählten ihre Anführer; in un-gleicher Stärke, nach Art von Clans, zogen sie unterihren Fahnen von verschiedenen Farben, mehr wie Hülfs-völker als wie Unterthanen, dem großen Banner ihrerHerren zu. Diesmal aber hatte Bern sie eingeladen,ihre alten Fahnen nicht mitzunehmen. Der Befehl warvon Wichtigkeit. So oft der Feldherr das große Ban-ner entfaltet, und die vier Banner der Stadtviertelsich um dasselbe geschaart hatten, entstand unter denFähnlein des Kantons immer von neuem der Streit,wer den ersten Rang einnehmen sollte. Bei Murten stritten sich die Zuzüger der aargauischen Städte nochum den Vortritt, als das Handgemeng mit der bur--gundischen Armee schon begonnen hatte ^). Unter denKantonen herrschte dieselbe Hitze, dieselbe Eifersucht, sodaß man noch jetzt nicht sagen kann, wer zu Murten ,zu Erandson befehligte, noch welches Banner in diesendenkwürdigen Tagen die Eidsgenossen anführte. Diesergegenseitigen Mißgunst suchte Bern ein Ende zu machen.Es gab sich Mühe, die Kontingente in gleichartige Schlacht-haufen zu verschmelzen. Die Fortschritte der Kriegskunstüberzeugten Bern von der Nothwendigkeit, unter seinenSoldaten eine bessere Mannszucht einzuführen. Aus diesemGrunde hatte es sie aufgefordert, insgesammt unter Fah-nen mit den Farben der Hauptstadt zu treten. „Solltees indeß, sagte der Befehl, was Gott verhüten wolle,nöthig werden, das gevierte Banner der Republik zu ent-

26) Es gab kein so kleines Städtchen, das nicht auf seine Fahnestolz gewesen wäre, und nicht, des unter derselben errungenenRuhmes eingedenk, bereitwillig sein Blut für ihre Ehre vergossenhätte.