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falten, dann würdet ihr eure alten Fahnen hervornehmen,ihr ließet sie um dasselbe flattern, und wir zögen allezusammen zur Vertheidigung des Landes aus."
Eine zweite Einladung betraf die Wahl der Waffen.Indeß die Feuergewehre überall in Aufnahme kamen,hatten die Eidsgenossen große Mühe, dieselben bei ihrenKriegern einzuführen. Der Spieß,, die Hellbarte und dasbreite, mit beiden Händen geführte Schwert, noch roth vomBlute der Burgunder, waren die Lieblingswaffen desSchweizers. Die Hellbarte war die älteste; man gebrauchtesie hart am Feinde, und sie leistete ihre Dienste in denBergen, wo die Natur des Bodens die Aufstellung ge-ordneter Haufen nicht gestattet. Die Hellbarte hattebei Morgarten gesiegt. Zn diesen Engpässen, wo dasLand seine Vertheidiger begünstigt, hatte sie zum Siegeüber Reiterei genügt. Später gesellte sich zu ihr derlange Spieß. Dieser ist die Waffe der Ebenen; eswaren die Städte, die wieder auf dessen Gebrauch ge-kommen. Bei Laupen stellte Bern den Reitern des Adelseinen dichten Lanzenwald entgegen, vor welchem dieseihre Kräfte umsonst erschöpften. Als die Ebene und dieAlpen sich verbündeten, und die Fahnen der Städte zudenen der Hirten stießen, unterstützten sich aufs herrlichsteauch die beiden Kampfweisen. Je nach der Beschaffenheitdes Bodens, je nach der Art des Feindes gebührte ihnender Vorzug. Immer erregten die Schweizer Bewunde-rung durch die Geschicklichkeit und die Kraft, die sie in ver-einen wie in der andern zeigten. An der Hand der Frei-heit hatten sie, ohne es zu wissen, die Kampfweise deralten Republiken wieder aufgefunden. Guicciardini , Ma-chiavelli machten mit Erstaunen diese Bemerkung ^).
27) Man sehe auch Camines, Olwier de la Marche und JoviuS nach.