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Lange Zeit sicherte diese Kriegsart den Eidgenossen aufallen Schlachtfeldern den Sieg zu. Nun aber hatten siezu Marignan, zu Bicoca, zu Pavia mit ihrem Blut dieErfahrung bezahlt, daß eine große Veränderung in derNatur der Waffen, in der Lage der Machte und in derganzen Kriegskunst vorgegangen war. Betroffen überdiese Revolution hatten sie sich in ihre Thaler zurückge-zogen; einige Entmuthigung war eingetreten. Zhre ge-schicktesten Staatsmänner und besten Hauptleute hattensich überzeugt, daß für die Kantone die Zeit vorbei war,als eine Macht auf den Schlachtfeldern zu erscheinen,und daß die Schweiz sich klüglich in ein für sie neuesSystem friedlicher Verbindungen und eigener Neutralitätverschließen solle. Bern hatte dieß zuerst begriffen. Nurdie Macht der Umstünde konnte es aus dieser stolzen undfriedlichen Haltung herausdrangen. Nun aber der Hand-schuh hingeworfen war, wollte es nicht den Vortheilder Waffen dem Feinde lassen. Es lud daher seine Sol-daten ein, welche sich bisher nach eigenem Gutdünken be-waffnet hatten, sich mit so vielen Hakenbüchsen als möglichzu versehen. Den Büchsenschützen wurde ein starker Soldversprochen ^).
Aber eine Sorge blieb noch. Bern wußte, daß imKriege nichts geräth, wenn nicht Mannszucht sich mitder Tapferkeit verbindet. An den Tagen ihres Ruhmsgelobten sich die Eidsgenossen, wenn die Fahne ent-
28) v. Rodt: Geschichte des Werner Kriegswesens. — Im ckroiii-qusur, 191. — Das Dokument: Service Ues nobles vassuuret lenUsIuires scheint uns einer den burgnndischen Kriegen nahenZeit anzugehören. — Lehensarchive zu Bern . — Notizen ausverschiedenen Mannscripten. — Archive und Stadtbibliothek zuBern. — Costa de Beanregard. — Memoiren über das HausSavoyen .