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Bewaffneten und rief: „ Daß der Ewige eure Seelen mitGlauben erfülle! daß er selbst euer Anführer fei!" Tau-send Stimmen sprachen nach: „Der Ewige sei der Führerder Bernertruppen!" Noch wiederholte das Volk dieseWorte, die letzten die es aus dem Munde eines verehr-ten Predigers hören sollte, als schon das Heer auf derStraße nach Murten marschirte ^).
Nur ungerne bewilligte Freiburg den Durchzug. Ebenfeierte man dort das Fest der Dreikönige. Als BernsEntschluß bekannt wurde, hörten sogleich die Bankette auf;Herodes nahm seine eintägige Krone ab, die Prophetenentledigten sich ihrer Bärte, die Mohren wuschen sich,der Rath ließ Luzern bitten, einen Vertheidigungsplan zuentwerfen. Es schwur der Gesandte Frankreichs , Lamethde Boisrigault, der sich zu Freiburg befand, sein Herrwerde die Berner ihr Vorhaben nicht vollbringen lassen.Darob entstand ein heftiger Streit zwischen zwei Parteien,von welchen die eine so zu handeln rieth, daß Freiburg in die Früchte des Krieges mit Bern sich theilen könne,und die andere mit Ehren nicht glaubte, die Ketzereivon Genf unterstützen zu dürfen. Beinahe wäre man imSaal des Rathes der Zweihundert handgemein worden,während die Trommelschläger eines Befehles harrten, unddas Geschütz erwartete, auf welche Seite es sich richtensollte. Keine der beiden Ansichten vermochte obzusiegen;unschlüssig nahm Freiburg den Ausweg, den Bernern
33) Tagebuch von Nägeli. — Briefe der Anführer des Bernerheeresan ihre gnädigen Herren und Oberen ; S. von Müll. — Stettler. —Hist. cuiieuse ein k»^8-<Is-Vaucl. — Berner Archive, welscheMiss. — Briefe Hallers an Bullinger, an Vadian . — Kirchhofer,Leben Hallers. — Werner Steiner , Bruchstücke im Anhang seinerLiedersammluug. — Von Rodt II. 247.