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Befehle ^). An mehrern Orten erwachte der National-stolz und die Treue gegen den Fürsten . Es regte sichder kriegerische Geist des Volkes. Estavayer, Romont ,Averdun rüsteten sich zu wackerer Abwehr ^). Dochwas vermögen die Glieder, wenn das Haupt ihre An-strengungen nicht zusammenfaßt? Moudon hätte gerne seineTreue gezeigt; aber der Anlaß mußte unbenutzt bleiben.Seine Abgeordneten gingen den Bernern entgegen und er-klärten: ohne Unterstützung, ohne Aufgebot unsers Herrn,wodurch wir in den Stand gesetzt wären, unsere Pflich-ten als treue Unterthanen zu erfüllen, finden wir es zu-träglicher, uns zu ergeben, als unser Gut verwüsten zulassen ^). Der Stadt wurden ihre Freiheiten zugesichert.Mit Feuer bedroht unterwarfen sich auch die Dörfer, unterVorbehalt ihrer Rechte. Sogar Peterlingen, die alteFreundinn Berns mußte zu einem Unterthanen^) desselbenHerabsteigen. Einst hatte Peter von Savoyen in Bern befohlen; jetzt zog Bern als Königinn in Peters Erbtheilein. So lenkt eine göttliche Hand die Schicksale. Frei-lich hatte das Haus von Savoyen seit mehr als einemJahrhundert den Boden, auf dem es geblüht, verlassen;sein Hof war italienisch geworden; der Herzog kam nichtmehr über die Alpen , als um sich Hülfsgelder zu holen,
36) Briefe Karls III. au Herrn von Lnllin, Gubernator der Waadt ,1530 bis 1536 ; in den Archiven der Waadt . — Archive vonTurin , lVegorr. ev' Suirreri, Narro I eis, bio. 31.
37) Ueinoire 6e M. Server, Gouverneur ä'LsIsvaxer. — Archivevon Estavayer, Nvmvnt. — Kueniins, Freib. Dictionnär, Art.Romvnt, Estavayer, u. s. f. — Die Archive der guten Städteenthalten nichts; aber ihr Stillschweigen spricht.
38) voeuruens sur Is ksvs-äe-Vsuö, 1536.
39) NägeliS Tagebuch. — Briefwechsel der Hauptleute mit ihrengnädigen Herren.