Band 
Erster Theil.
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ob der Krieg nicht beendigt sei. „Wir sind ausgezogen,um Genf zu befreien, sagten sie; es ist frei, der Augen-blick also da, nach Haufe zu kehren." Es kostete denHauptleuten Mühe, sie zum Vorrücken bis St. Julienzu bewegen ^).

Auf dem Wege erfuhr man, daß die Wallifer inSFeld gerückt feien und sich Evian näherten. Bei demschlechten Wetter wollte Nägeli in St. Julien auf neueBefehle des Rathes zu Bern warten. Inzwischen empfinger die Huldigung der beiden Seeufer ^). Ein Gesandterdes Kaisers und Abgeordnete des Marschals von Burgund erschienen im Lager. Stolz beantwortete der Berner Feld-herr die hochfahrenden Reden des kaiserlichen Boten;Burgund empfing die Versicherung, daß ihm kein Scha-den zugefügt werden solle. Hierauf meldeten sich Abge-ordnete von Wallis . „ Da sie vernommen, daß die Haupt-leute Berns sich nicht darauf beschranken, Genf zu unter-stützen , sondern den Herzog ernstlich bekriegen und seinerLänder sich bemächtigen, so haben ihre Obern be-schlossen, ein Gleiches zu thun. Sie ersuchen Bern , denVortheil zu erwägen, der ihm daraus, in dem sehr wahr-scheinlichen Falle, daß der Herzog auf Vergeltung sänne,erwachsen müßte: es konnte alsdann auf den Beistand

42) Weder die offiziellen Berichte des Kriegsrathes, noch NägelisTagebuch enthalten dieses auffallende Beispiel militärischer Jn-disziplin. Erst dreißig Jähre später erzählte es Nägeli demRathe, der über die Abtretung des Chablais rath schlagt«, undberief sich, dieselbe empfehlend, auf diese Thatsache. — VonRodt, Berner. Kriegswesen, H. 223. — Noten aus einer Hand-schrift der Familie Thormann. — Verhandlungen wegen demVertrag, 1564, von einem Ungenannten, Usvpt.

43) Zur Strafe, daß Morges der Armee Niemanden entgegen ge-schickt hatte, wurde es verurtheilt seine Thore zu schleifen, undeine Bresche offen zu lassen, so breit die Straße war.

vm. Vd. 1g