Band 
Erster Theil.
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die Provinzen zurückgegeben würden^). Um auch einenHafen am Leman zu erhalten, schrieben die Freiburgeran Vivis: „Weise, kluge und liebe Nachbaren! Er-gebet euch an Niemanden, als an uns; das wird zumWohl des Herrn von Savoyen und zur Rettung un-sers heiligen Glaubens gereichen." Aber Bern konnteVivis einen mächtigern Schutz verleihen, als Freiburg ;eilig schickte die Stadt ihre Schlüssel an das Heer ^).Auf einer Felsenkette, welche die fruchtbaren Ebenen derBroye beherrscht, erhebt sich das Schloß Surpierre .Die Freiburger naheten demselben, als Frisching nachder Einnahme Zverduns mit einiger Mannschaft es schleu-nig besetzte. Die Berner Hauptleute waren außer sichvor Zorn über Verbündete, die ihnen des Krieges Ge-winn, ohne an den Gefahren Theil genommen zu haben,streitig zu machen versuchten. Noch steigerte sich ihrGrimm, als sie hörten, Freiburg wolle sich nicht begnügenmit dem, was es mit gewaffneter Hand erobert habe,sondern fordere die Abtretung von Surpierre und Vivis.Nicht mindern Unwillen bezeugten die Freiburger, als sichBern von dem Grafen Johann III. von Greyerz, demsavoyischen Lehensmann, wollte huldigen lassen; derGesandte des Kaisers, derjenige von Frankreich und dieStadt Zürich traten dazwischen. Bern stand von seinenForderungen unter dem Vorbehalte ab, daß der Grafkein engeres Bündniß eingehen dürfe, als mit ihm, daßer ihm für die Ländereien huldige, die er im Waadtlandebesaß, und daß die Stadt Vivis ihm nicht länger be-

12) Freib. Archive. — Kueulins Wörterbuch, Art. Freiburg, Romont ,Rue, Estavayer, Surpierre . — Archive dieser Städte. — Louser-v-Ueur suisse, X, 197.

13) ddroniqueur, p. 242. — Beilagen zu Nägeli's Tagebuch.