Band 
Erster Theil.
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den Flammen überliefert wurden ^). Moudon hatte einenPrediger verjagt; Bern befahl ihm, bei Strafe seinerUngnade, dem Worte Gottes die Freiheit zu lassen^).Von Genf war Farel, das Evangelium zu verbreiten,nach dem Chablais gegangen. Als es in Thonon deshalbzu einem Aufstande kam, eilten Berner Abgeordnete her-bei: „Was ist das für ein Betragen? Wie meint ihr,daß die Herren von Bern das ansehen werden? Beimersten neuen Versuche, das sollet ihr wissen, würden sieeuch züchtigen auf eine Weife, daß ihr auf lange Zeitals ein Beispiel wohlverdienter Strenge genannt werdendürftet." Die erschrockene Menge stürzte aus dem St.Augustinerkloster, wo Messe gelesen wurde, zur Predigtin St. Hyppolyt hinüber Neue Prediger, meistfranzösische Flüchtlinge, durchzogen die Städte und Dörfer,und ließen überall kleine Schriften über den Mißbrauchdes Papstthums zurück. Die Priester und Mönche, dieihre letzte Stunde herankommen sahen, waren indessennicht weniger thätig. Zn den Familien wie in Wirths-häusern wurde über den alten und den neuen Glaubengestritten. Evangelische Gemeinden bildeten sich in allenStädten, während anf der unwissenden Landschaft dieReform nur schwache Fortschritte machte. Der Bauer,der vom Markte zu Averdun zurückkam, und seine ange-beteten Heiligen nicht mehr gefunden hatte, schüttelte denKopf und prophezeihte großes Unglück für das Land. DieKlagen wurden bei vielen zur Wuth; andere trauerten

27) Ruchat, IV. 142. — Tagebuch vonLeeomte, Pfarrer zu Grands».—Tagebuch der Berner Commissarien, in Müllinens Sammlung.

28) 6renus, voeumsiis, 1536.

2g) Leben Farels. — Tagebuch der Berner Commissarien. — Briefevon Farel und Fabri in der Predigerbibliothek zu Neuenburg. —Krillet, viel. 6s Lavoie, srt. Lkablriis , Idolioo. — Nuchat, IV.