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men mögen, wo sich so viele ihrer Tapferen im Dienstedes Königs befanden. Dessen ungeachtet konnte dieSchweiz bei der allgemeinen Verstimmung über die In-triguen des Auslandes, bei der Haltung der Tagfatzungund in Abwesenheit der Söldlinge auf einige ruhigeWochen zählen. Bern benutzte dieselben zu einem Religions-gefpräch in seinen französisch redenden Provinzen ^).
Es hatte kaum sein Vorhaben bekannt gemacht, alsAlles in Bewegung kam; die Prediger ihre Hoffnung,der Bischof, die Priester und Freiburg bald ihre Furcht,bald ihre Wuth verriethen. Die Geistlichkeit bewegteHimmel und Erde, schrieb an den Papst, an den Kaiser.Die Stadt Lausanne erhielt von Karl V. einen Brief,der sie einlud, ein nahe bevorstehendes Concilium abzu-warten, und dadurch ihren Gehorsam gegen das römischeReich zu beweisen ^). Bern ließ sich aber nicht stören,das Edikt und die zehn Lehrsätze des Religionsge-spräches überall anzuschlagen. Sein Wunsch sei aufzu-klären , nicht zu nöthigen, drückte es sich aus. Es ver-anstalte in diesem Sinne eine große Untersuchung überdie Religion, wozu es Fremde und Einheimische lade;Priester, Mönche und Prediger seien aufgefordert, sicheinzufinden, alle Pfarreien ihre Abgeordneten zu schicken.Beide Theile haben aus der Bibel von ihrem Glau-ben Rechenschaft zu geben; das Land werde entscheiden.
Zu gleicher Zeit mit diesen Anstalten, die seine Unter-thanen in solche Gährung brachten, bestätigte und ver-
32) Sismoixli, Hirloii's 6ss Iranxais, XVI. — Paul Jovius.—Du Hellas, Mlsmoires. — Berner Archive. — Freiburger Archive. —Tagsatzungsabschied vvm Jahre 1536. — Wie die Eidsgenvfsennach der Neformativu den Bund mit Frankreich angesehen Nsop. —Hafner: Uiealruin 8oIo<lurannw.
33) Waadtl. Archive. — kuckat, IV, 176.
34) Ibiä.