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heit einer Provinz annahmen, welche sie durch ihre Ver-träge mit Oesterreich zu schirmen berufen waren, hatteFranz I. seine Befehle widerrufen, und sein Heer gegenNorden marschiren lassen. Was man von den Fort-schritten der Reform hörte, war nicht weniger geeignet,die Herzen der Hoffnung zu öffnen. Der König zwarverfolgte sie, und hatte einer Abordnung der reformirtenKantone nur trügerische Worte gegeben: aus Freund-schaft für sie wolle er die Verbannten seines Königreichesin Sicherheit zurückkehren lassen; nachher fand es sich,daß er dieß nur unter der Bedingung, sie würden ihrenGlauben abschwören, verstanden hatte. Täglich floß inFrankreich das Blut irgend eines Märtyrers; aber dieseSaat war fruchtbar. Zn Gens drängte man sich in dieKirchen. Zn Savoyen schien sich alles zur Reform vor-zubereiten. Einige Offiziere, die in Deutschland gedienthatten, brachten das Evangelium nach La Röche, AdhemarFabris Geburtsstadt. Jenseits der Berge gab es wenigeStädte, in denen die Leuchte nicht angezündet wordenwäre. Dieß versicherte die Genfer ein junger Flüchtling ausFrankreich , der einige Monate am Hofe der TochterLudwig XII., der Herzogin Renata von Ferrara , zuge-bracht hatte. Die Gelehrten bekannten sich auf ihrenAkademien zu dem neuen Glauben; der Adel gerieth fürdenselben in Eifer; auf den Kanzeln trugen ihn die Pre-diger vor. Der junge Verbannte selbst hatte im Thale von Aosta für seine Lehre Eingang gefunden, als dieFeinde seines Werkes die Gemeinden versammelten, mitStimmenmehr die Reform verwerfen und sich einenVerhaftsbefehl gegen deren Verkünder geben ließen. DieserPrediger war Calvin
35) Loset, IV. — Register. — Leben Farels, Nsvp. — Spon. —