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Vier bernische Abgeordnete waren leicht an den rothenEinfassungen auf den schwarzen Wämmsern' und an denFederbüfchen zu erkennen, die von ihren breiten gekramptenHüten winkten. Von den Präsidenten waren zwei ausBern , der Alt-Schultheiß von Wattenwyl und derStadtfchreiber Cyro; zwei aus Laufanne, die DoktorenGrand und Fabri. Vier Notarien saßen bereit, dieVerhandlungen aufzuzeichnen.
Die erste These enthielt das Dogma, das alle Refor-matoren als die Grundlage des Christenthums betrachtethaben. Farel trug dasselbe vor und zeigte, daß derMensch vor Gott nicht durch seine Werke gerechtfertigtwird, sondern durch seinen Glauben an die göttliche Liebe,woraus allein die demüthige und reine Tugend kömmt.Darauf wurden die Schranken geöffnet. Ernst schrittdas Korps der Stistsherren vor. Sie protestirten undberiefen sich auf eine allgemeine Kirchenversammlung. —»Eine schöne Kirchenversammlung!" rief Farel: „eineheilige Gesellschaft, wo der Papst und seine Kardinäle sind !Feurige Streiter des Glaubens, um euere Bischöfe undMönche! Wie viel wahre Glieder Christi könnet ihr unterihnen ausweisen? Sie werden sich versammeln und nichtssuchen, als ihren eigenen Vortheil; und hält ihnen einerdie Vernunft entgegen, so werden sie ihn den Flammenübergeben: ihr'wißt noch wohl, wie es in Konstanz ge-gangen." Farels durchdringender Blick überflog die Ver-sammlung, und forderte die Gegner zum Kampfe heraus.Mehrere wurden umsonst beim Namen aufgerufen. Esschien mit dem Glauben des Volkes wie mit seiner poli-tischen Kraft zu gehen: die unwissenden, entarteten Priesterflohen, gleich dem Heere, vor der geschlossenen Schau-der Prediger. Indeß traten am Ende einige Gegner hervor.Blancherose, ein französischer Arzt, widerstand der Ver-