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zog es schonend^), aber beharrlich. Zetzt verließen vielePriester und Mönche ihre Heimat. Niemand hindertesie, ihre Habe mit sich zu nehmen, oder jährlich einmalzum Bezüge ihres Einkommens zurück zu kehren. DieNonnen von Vivis stifteten zu Evian die Gemeinde, dienoch heute St. Claire von Vivis heißt").
So hatte Bern das überwältigte Land zum Gehorsamgebracht; ungehindert konnte es ihm nun seine Schätzeabnehmen. Man berechnete auf dreißigtaufend Thalerdas Einkommen der Bischöfe, auf viertausend das derdreißig Stiftsherrn der Hauptkirche. Beträchtlich warendie Einkünfte der Klöster Romainmotier, Peterlingen,Bonmont. Bern zog alle diese Reichthümer an sich.Den Gemeinden gab es zum Unterhalt ihrer Armen theilsdie Güter der Brüderschaften, theils diejenigen, welchedie Chorherrn-Kollegien innerhalb der Städte besaßen.Peterlingen sollte aus dem Theile der Güter feiner Abtei,den sein eigenes Gebiet umschloß, den Gottesdienst, dasSpital, die Brücken und die Mauern unterhalten. Was
43) Wir wollen zur Annahme der Reform Niemanden zwingen,sagte Bern ; aber wir dulden in unserm Gebiete keinen römischenGottesdienst mehr. — Die Geistlichen, die im Lande blieben,behielten ihre Pfründen. Man hoffte sie für den neuen Glaubenzu gewinnen. Auch nahmen einige denselben an; die meistenunterzogen sich aber nur zum Scheine. Noch eine Weile,sagten sie, und der Herzog wird kommen, und der Bischofwieder sein Schloß beziehen. Sie machten den neuen Herren desLandes viel Verdruß.
44) Grenus, 1536. — Waadtl. Archive, Mandatensammlung, Th.^.. —Ruelrat, IV, 365 ff.
45) Die sog. cisrges. — Aubonne gehörte dem Grafen von Greyerz .Bern überließ demselben Herren die geistlichen Güter seinerBesitzungen, unter der Bedingung, daß er die Gemeinden darausmit Pfarrern versähe, und den Ueberrest für die Armen ver-wendete. Allein der Graf, wie stark er auch für den katholi-