Band 
Erster Theil.
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worden, ging bald in die Gespräche der Bürger über"),gesellte sich zu ihren Lustbarkeiten, um sie zu mäßigen,zu ihrem Verdrusse, um ihn zu mildern. Mit diesen re-ligiösen Erholungen wechselten Volksfeste und öffentlicheBelustigungen. Als junge Züricher eines Tages im Sihl -walde zwei Hirsche erlegt hatten, versammelten sich dieZünfte auf dem Lindenhof, und die Söhne und dieTöchter der Stadt saßen zum fröhlichen Gelage ^). Vorden Thoren der Stadt Baden erschienen, während dieTagsatzung versammelt war, mehr als zweihundert Züricher von Stadt und Land, die gehört hatten, der Bürger-meister Röust werde eine Badenfahrt machen, und dieihm zum Gefolge dienen wollten. Die Gewänder vonSeide und Sammet, welche die meisten trugen, die Fe-dern auf ihren Hüten, alles zeugte von muthwilligerFreude. Ein Ochse, dem ein Mantel mit den Farbender Republik übergeworfen war, brachte den guten Leutenzu Baden in einem Beutel, der ihm zwischen den Hörnernhing, zwanzig Goldgulden. Anfangs waren die Bewohnerder kleinen Stadt über eine so große Menge etwas be-troffen, und fragten die Abgeordneten der Kantone, obsie so viele Ketzer auf einmal hereinlassen dürfen. Dochdie Abgeordneten lachten über ihre Furcht, und liefen miteinigen beherzteren Bürgern selbst nach den Thoren, umzu öffnen. Bald erholten sich die Bürger von ihrer Ver-legenheit, setzten ihren Gästen den Ehrenwein vor, und

11) Rathsmanuale. — Die Biographien und Briefwechsel der Refor-matoren. — Bullingers Chronik.

12) 1537. In einer Basler Chronik lesen wir: man hat sich zuBasel im Jahr 1540 an einen» Festtage für dreitausend Gulden inaller Zucht gütlich gethan.

VI„, Vd.

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