Band 
Erster Theil.
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Werner Steiner, Valentin Tschudi sind unsern Lesernbekannt. Wir verdanken Steiner die Erhaltung der altenSchweizerlieder und manchen kostbaren Zug aus den ita-lienischen Kriegen, in denen er heldenmüthig gekämpfthatte. Keßler glaubte sich darüber rechtfertigen zu müssen,daß er, ein armer Sattler, in seinem Buche: „MeineSabathe," die religiöse Bewegung beschrieben, derenZeuge er gewesen war. Vielleicht, schrieb er an seineSöhne, werdet ihr euch beschweren: unser Vater hatviel geschrieben, und während seine Feder ging, kehrteder Reichthum nicht zu unsrer Schwelle. Zhr mögetmeine Antwort in dem Titel meines Buches finden, dennes ist meine Erholung, mein Sabath gewesen. DenTag hindurch bin ich Sattler, wie wenn ich nicht lesenkönnte. Aber an den Festtagen und in den Abendstunden,wenn alles Ruhe sucht, genieße auch ich meine Erholung,nach meines Herzens Bedürfniß. Wenn die einen ihreLust auf dem Waffenplatze, andere sie beim Weine, beimSpiele, in Ausschweifungen suchen, wollet ihr denn michallein verdammen, weil ich meine Muße verwendet habeauf daS, wofür Cicero den Scipio Afrikanus lobte? Sollich allein mein Herz nicht erfreuen, und, wie Salomo

in den Armen seines theuern Keßler. Vils a Lesslero, Usor.— Füßli, im Schw. Museum, 1790. — UlsIIor, bibliolkeeums6icn. I. 506. Mehr als zweitausend St. Galler rühmen sich,den Vadian abzustammen.

41) I. Collin und W. Steiner, die beiden Zuger Flüchtlinge, starbenan derselben Pest, Collin am Tage, wo seine lateinische Bibel-übersetzung aus der Presse kam; Steiner erwartete nngerne ineinem Bette den Tod, den alle die Seinen auf den Schlachtfelderngelitten, sein Großvater zu Grandson, sein Schwiegervater zuSt. Jakob, sein Onkel zu Bellinzon», zwei seiner Söhne an seinerSeite zu Marignano. Auf seine Nachkommen ging seine Liebe znden Wissenschaften und das Beispiel seines Glaubens über.