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im 127. Psalm sagt, mein Brot mit dem Glauben andie göttliche Vorsehung würzen dürfen, indem ich ihreWunder erzähle? Glaubet mir, euer Vater sparte, wenner, statt in muthwilligem Zeitvertreib sein Gut, seineZeit und seine Ehre zu verschwenden, die heiligen Stun-den der Ruhe auf Schreiben verwendete.
Das Andenken der Schriftsteller, die eine so edleSprache führten, muß uns theuer bleiben, obgleich sievon zweien, Bullinger und Tschudi, übertreffen worden.Egidius Tschudi wuchs zu Glarus unter zehn Brüdern,die sich alle in der Wissenschaft oder im Kriege ausge-zeichnet hatten, und in einer zahlreichen wettern Ver-wandtschaft auf. Zwingli und Glarean waren seine erstenFührer gewesen. Als Züngling gewann er schon seinesVolkes Vertrauen, an dessen Spitze er im reifern Altertrat. Er stand nicht auf der Seite der Reform, die seinVaterland zerrissen hatte: er beurtheilte sie als Staats-mann, und mußte, wenn er auch niemals bitter wurde,sie beklagen. Durch beharrlichen Fleiß vermehrte er un-aufhörlich sein großes, schon frühe erworbenes Wissen.Da er in allen Kantonen die ausgezeichnetsten Männerzu Freunden hatte, erhielten die Schätze, die er alsGeschichtschreiber anhäufte, beständigen Zuwachs. Wennandere mit Vorliebe die Aufnahme beschreiben, die eram französischen Hofe fand, oder von der goldenen Kettereden, die ihm auf seiner Gesandtschaft der Kaiser Fer-dinand um den Hals hängte, so bleibt es in unsern Augensein schönster Ruhm, daß er mit weiser, gewandter undfester Hand die erste diplomatische Geschichte der Eidge-nossen schriebMan hat Bullinger den Tschudi derReformation genannt. Er gleicht indessen dem glarnerschen
42) Tschubi's Leben von Ildephons Fuchs.