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schien die Hand des Schöpfers den Charakter von Hin-gebung und Größe aufgedrückt zu haben. Zhr Feuereifermachte auf Erasmus und Vadian einen solchenEindruck, daß sie glaubten, die Schweiz werde sich inder Litteratur einen nicht mindern Namen erwerben,als ihr die Waffen erobert hatten. Allein es fehlte dieOriginalität. Mit dem Studium der Alten verband mannicht immer dasjenige der Natur. Man übersetzte, manhäufte eine große Gelehrsamkeit; aber diese Arbeit geschahnur an Nachahmungen, die zwar herrlich, aber dochnicht das ursprüngliche Gotteswerk waren. Man sprachmit Reinheit Latein und Griechisch, und vernachlässigtedie Muttersprache 26 ). Ueber die Arzneikunst las manHippokrates und Galen^). Die Rechtsgelehrten erklärtendie verschiedenen Rechte der Herrschaften, der Korpo-rationen, der Städte. Daß einige junge Schweizer das
55) Vorrede zu seinem Pomponius Mela .
58) Sogar das Theater war hebräisch, griechisch oder lateinisch.Man gab den Plutus von Aristophanes , den Hiob des Zürcheri-schen Dichters Rufs, oder Gedeon, oder den dorn Weine be-rauschten Noäh. Die Schauspieler waren junge Bürger, dieDichter Schullehrer. Das Drama gehörte zur Erziehung. Un-vermerkt wurde die klassische Form den Gegenständen der altenMysterien angelegt, bald auch der Geschichte Karls des Großen,oder Roms, oder der vaterländischen. Die Charaktere wurdenausdrucksvoller, der Dialog rascher; man näherte sich dem moder-nen Drama.
57) Die Rathsprotokolle sichren als etwas Neues die Zergliederungmenschlicher Leichen an. Zu Basel wurde 1540 eine solche amLeichnam eines Hingerichteten Mörders vorgenommen. Zu Genf baten die Chirurgen mehr als einmal um Leichen. Nicht seltenwurde auf Kosten von Kranken erperimentirt. Alsris, Ispdysioion a ssätä plusieurs personnes; I'examiner". Re-gistres äs 6ei>svs, 29 ^otit 1541.