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wurden seit der religiösen Revolution auf Ackerbau undIndustrie verwendet^). Da der Verkauf der Kirchen-güter die Zahl der Eigenthümer vermehrt hatte, sowurde der Boden verständiger, glücklicher, zuweilen auchhaushälterischer bebaut^). Zu Zürich, St. Gallen undin den Thälern von Appenzell wurden auf zahlreichenStühlen der Flachs, der Hanf, die Baumwolle verar-beitet. Zm Jahre 1535 stieg die Zahl der Stücke Lein-wand , jedes von 135 Ellen, die zu St. Gallen gebleichtworden, auf 10,000 Schnell vermehrte sich dieBevölkerung. Man fing an, Kapitalien zu sammeln,und mit der Wohlhabenheit fanden sich auch die Ordnungund die Sparsamkeit ein. Die Vergnügungen wurdenweniger ausgelassen, die Feste weniger lärmend. Zu Bern durften an Hochzeittagen nicht mehr, wie es Sitte ge-wesen, zwei- oder dreihundert Personen zu Tische geladenwerden. Es begegnete nicht mehr, daß Offiziere fürdie großen Schulden betrieben werden mußten, die ihnendie Bänder an ihren verbrämten Beinkleidern verursachthatten'"). Der Landmann, der ein Heimwesen besaß,
61 ) ^pres la rolorms cksvuu a vslu mieox. kolice üs Ltsusve.per Louivsrä.
62) P. v. Pierresieur, psssiin. — Notizen aus den Archiven zuZürich und Bern , in den Sammlungen von Grüner u. s. w. —Vaterl. Sammt. VIII.
68) Der Werth derselben wäre heutzutage 800,000 Gulden. Briefdes Herrn Zellweger an Herrn Bowling. — Zu Zürich hatte dieRevolution Bruns und die Theilnahme an den Kriegen der Eid-genossen den Handel verdorben, der im Mittelalter geblüht hatte;er hob sich wieder.
64) Z. B. Jakob von Stein. Obgleich die nach spanischer Art ge-schlitzten Beinkleider hundert Male verboten wurden, war derGebrauch doch stärker als das Gesetz. Man hatte die kunstreichenKragen, die eleganten Mützen, die Schuhe, die den Fuß weniger