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setzte sich mit einigem Stolze an den Heerd, den er seineigen nennen durfte, und richtete sich die Wohnung mitdem Gelde ein, das er früher sür Ablaß oder zur Ver-schönerung der Hauptkirche ausgegeben. Er hatte bishernur ein Strohdach besessen, unter welchem er nicht vielanders, als auf freiem Felde gelagert. Von Bettlernhatte das Land vor der Reform gewimmelt, nach der-selben wurde es in Bern zum Sprüchworte: daß Dürftig-keit sich nur noch neben Trägheit finde Die letztenSpuren der Leibeigenschaft verschwanden vor dem Gesetzeund der Arbeit Nach einer kleinen Zahl von Zährenzeichneten sich die evangelischen Kantone durch die Zeichenvon Thätigkeit und Reichthum, die überall dem Augebegegneten, vor denjenigen aus, die den alten Glaubenbewahrt hatten
bedeckten als zierten, angenommen. An der Seite trug man denitalienischen Degen und den schweizerischen Dolch. Die Frauen trugenlange Gewänder, deren Schleppen von einem Pagen getragen werdenmußten. Da der Lurus, der sich in Folge der Burgunder Kriegeeingeschlichen, nicht durch die Beute bestricken werden konnte, sorechtfertigte man die Pensionen mit den neuen Bedürfnissen.
85) Gruners Manuscr. Anders im Waadtlande, wo die Verord-nungen gegen die Bettler von sehr geringem Werthe waren, dennsie wurden gar nicht beobachtet. Pierresteur.
68> Das Beispiel steckte die katholischen Kantone an. Arr, St. Gal-lische Geschichte III. 280. Besonders in den Alpen ist es wahr,was Montesquieu sagte: Ls suisss pszs plus a la naturs «;ue loluro au Sultan .
67) Die Testamente zeigen die beträchtliche Zunahme des Vermögens.1553 kaufte Steiger die Herrschaften Rolle, Mont, Rosey, Biere,Begnins, Cuarnens , Sepey, Mollens, alle zusammen sür dieSumme von 250,000 Kronen. Zehn Jahre später kaufte erMunzigen und Wichtracht. Schw. Museum 1794, S. 895.Oft wurden die Söhne durch den Ehevertrag bevorrechtet, dadas Erbrecht die gleiche Theilung der Güter vorschrieb.