Band 
Erster Theil.
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Indessen würde dieser Aufschwung, so wunderbar erwar, noch höher gegangen sein, wenn er nicht auf eineentgegengesetzte Bewegung gestoßen wäre. Seit den bur-gundischen Kriegen war es der Geist der Bürgerschaftengeworden, sich zu Kasten zu bilden, und von dem Volkeder Landschaften sich abzuschließen. Der durch den Kriegwie durch den Frieden, den Handel und die Pensionensich mehrende Wohlstand der Bürger hatte diese Richtungbefördert. Zn früherer Zeit, als der Klerus den bestenTheil des Erwerbes verschlang; als die Städte nur Lasten,wenig Reichthum und noch weniger Vorrechte hatten; nochoft der Feind bis vor ihre Thore kam, und die Bürgerfür kostbare Mauern und andere Anstalten sogar zwei vomHundert von ihrem Vermögen steuern mußten, freuteman sich, wenn neue Gefährten diese Lasten wollten tragenhelfen, und die von der Pest und den Schlachten immerund immer gelichteten Reihen der Vertheidiger der Stadtwieder ausfüllten. Damals wurde noch jeder als Bürgeranerkannt, der ein Haus in der Stadt besaß, ein Ge-werbe trieb und in stürmischer Zeit unter die Fahne sichstellte. Aber seit der Krieg in die Ferne geworfen, dieBürger stolz auf ihr Vermögen geworden waren, unddie Städte sich mit dem, was sie der Kirche abgenom-men«^), bereichert hatten, war auch der Zutritt zumBürgerrechte im Verhältniß mit den Vortheilen, die esgewährte, von Jahr zu Zahr im Preise gestiegen. DieKorporationen der Handwerker ließen innerhalb der Mauernkein Gewerbe aufkommen, das ihnen gefährlich werden

68) In der schwierigen Lage von 1528 hatte Bern den Zwei-hundert eine große Gewalt eingeräumt, die auch nach über-standener Gefahr denselben blieb. Glnrs Roggwyler Chronik. —Bern . Archive.