Bei Anbruch des Winters kamen die Söldlinge zurück,und erzählten zu Hause und in Schenken, welche Dienstesie dem König von Frankreich erwiesen; die einen in derPicardie, wo sie das belagerte Peronne entsetzt hatten,die andern in der Provence , wo sie unter Montmorencydurch geduldige Ausdauer die kaiserliche Armee aufge-halten und, nachdem dieselbe durch Krankheiten zusam-men geschmolzen, mit Verlust der Hälfte der Mannschaftüber die Alpen zurück geworfen hatten^). Einige wiesenjedermann die goldenen Ketten vor, die sie für ihreThaten bekommen ^). Alle hatten die wilde Lust desSchlachtgetümmels kennen gelernt, und erregten dasVerlangen darnach. „Was sollen wir uns abmühen,das Gebirge urbar zu machen? Ist es nicht besser,unter Trompeten und Trommeln ein Leben voll Ruhmund Abentheuer zu führen?" Durch diese verführeri-schen Töne ließ sich die katholische Schweiz leichtsinnigerals jemals für die ungewissen Kriege gewinnest.
Die Städte gaben sich Mühe, sie zurückzuhalten^).
74) Zooms. — DuBellay. — Znrlauben IV. — Tagsatzungsabschiede.
75) Neben den goldenen Ketten, hatte jeder Hauptmann 60 Kronen,jeder Lieutenant und jeder Fahnenträger ein Wamms und seideneBeinkleider erhalten. — Dem kaiserlichen Gesandten, Marnold, wurdenicht gestattet, zu Luzern zu wohnen; er nahm seinen Sitz inBaden. Balthasar, Luz. Chr. Mscrp. — Freiburg wagte es nicht,seine Leute, die unter Wernli und Bögest, mehr als 1000 anZahl, ausgezogen waren, zu strafen. Freib. Archive. — Zugvernrtheilte Schönbrunner zu 1000 Kronen Buße, zum Verlusteseines Schlosses „im Städtli", sowie seiner Rathsstelle und zumGefängniß. Aber wurde das Urtheil vollzogen?
76) Tagsatznngsabschiede. — Hafner, Solothurner Schauplatz. —Berner Archive. Welsche Missiven. — Wie die Eidgenossen nachder Reform den Bund angesehen. Manuscr. — Prot. von Genf ,Lausanne. — 1537 gaben Zug, Uri und Schwyz dem KönigeTruppen; Luzern, Freiburg und Solothurn erklärten hingegen, sie