Band 
Erster Theil.
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die dem Ziele ihrer irdischen Reise schon nahe waren,und noch in stiller Sammlung und in Betrachtung derewigen Wahrheiten sich auf den Himmel vorbereiten woll-ten. Damals lebte ein Enkel von Niklaus von der Flühe,Conrad Scheuber, in solcher Einsamkeit Bis inssechzigste Jahr hatte er auf musterhafte Weise seine Pflich-ten gegen Familie und Staat erfüllt. Die Gemeindeseines Volkes hatte ihn wider seinen Willen zum Land-ammann gewählt. Nachdem er diese Stelle wieder ab-gelegt, und von seiner Familie die Erlaubniß erhalten,hatte er den Dingen dieser Welt entsagt. Zu seiner Ju-gend hatte Scheuber allen großen Schlachten der Eidge-nossen in Schwaben und in Italien , zuletzt der von Ma-rignano beigewohnt; aber durch den Anblick der Entsitt-lichung, die der fremde Kriegsdienst verursachte, war eram Ende, wie Zwingst, zu der Ueberzeugung gekommen,daß der Himmel denselben verdamme ^). Franz I. warin seinen Augen ein großer Seelenmörder. Man ver-sichert, daß er durch Erleuchtung von oben die RacheGottes auf das königliche Haus hernieder steigen und dieKrone vom Haupte der Valois fallen sah; ja daß ersagte, des Königs Söhne und Enkel werden kein hohesAlter erreichen und keines natürlichen Todes sterben.Nachdem die Prophezeihung in Erfüllung gegangen, führteganz Unterwalden sie im Munde; aber an dem Tage, wo

9 t) Conrad Scheuber, von Göldlin. — Businger, Geschichte vonUnterwalden. — Vaterl. Sammt. — Itlurer, llelvsUa Lancia ,p. 413. Seine Hütte war ob Alpellen auf der Bettelreute.Er aß weder Fleisch, noch Eier, noch Fische.

92) Man darf die Frage auswerfen: ob die Reform ohne den Söldner-dienst nicht die ganze Schweiz eingenommen haben würde?Scheuber und Bullinger waren nicht sehr verschieden.