Band 
Erster Theil.
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Nach der Schlacht von Cerisolles zog sich der Kriegin den Norden von Frankreich , welchen der Kaiser undder König von England angegriffen hatten. Hier trafenneue Niederlagen die entmuthigten Franzosen. Ihr König,der weniger durch die Zahre'^), §16 durch seine Aus-schweifungen gealtert, mußte den Frieden annehmen,den ihm der Kaiser bot. Karl, welchen die AngriffeFrankreichs von seinem Vorsatz abgezogen hatten, diekaiserliche Macht in Deutschland herzustellen, willigte inAbtretungen, die ihm niemals die Waffen entrissen hätten.Er gab dem Herzog von Orleans, mit der Hand einerPrinzessin aus dem kaiserlichen Hause, Mailand zur Aus-steuer. Der König entsagte seinen Ansprüchen auf Neapel und auf die Erbschaft des Hauses Burgund . Die savoyi-schen Staaten wurden Karl III. zurückgegeben. BeideMonarchen wollten sich darauf die Hand reichen, um denkatholischen Glauben aus seinen Gefahren zu retten. DerFriede mit dem Kaiser wurde unter diesen Bedingungen zuCrespi den 18. Sept. 1544 unterzeichnet. Allein der Toddes Herzogs von Orleans machte es unmöglich, die Be-stimmungen desselben auszuführen. Mit dem Könige vonEngland wurde er nach einem Feldzuge in der Picardiegeschlossen, woran zehntausend Schweizer und sechstausendBündner Theil genommen. Der Rest dieser Hülfstruppen,den die Kämpfe verschont hatten, mußte, ohne seinen Solderhalten zu haben, den Heimweg durch verwüstete undaufgezehrte Provinzen antreten, auf welchem noch viele

IX, 212. — Paradin. — Lodertson, Lkarles V. — 8r>-luces, bist. inilit. clu Lieinont, II, 196. — Lern. Issso,leUere. — Stettler, II, 127, 196. — Zurlauben, IV, 207. —Mai, IV, 201. — P. v. Pierreffeur, 1548.

109) TavanneS.