Band 
Erster Theil.
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dem Hunger erlagen. Die wenigen, welche nach Hausekamen, waren bleich, entstellt wie Todtenbilder

Jedes Jahr zog auf diese Weise eine unruhige Jugendin den Dienst des Königs, wo ihr Blut vergossen wurde;und jedes neue Jahr wurden in den Kantonen, um siewillig zu erhalten, große Summen ausgetheilt. Die ge-schickten Unterhändler wußten dieses Geld immer da, wodie Gewalt war, anzubringen. In den demokratischenKantonen wurde es dem Volke überlassen '"); in denen, dieeine Aristokratie regierte, unter die Mitglieder der Räthe ver-theilt. Zu Freiburg erhielt der Schultheiß hundert Livres,jeder Senator fünfzig, die Rathsglieder zwanzig oderdreißig; das übrige fiel in die Staatskasse und bildete denDrittheil ihrer Einnahme. Der große Handel, den Frei-burg getrieben, wurde durch diese neue Industrie insStocken gebracht. Noch jüngst waren in der Gerberzunftsiebenhundert Gesellen eingeschrieben; es wurden jährlichzwei- bis dreihunderttausend Stücke Tuch verfertigt "^);dieStadt hatte eigene Hallen zu Genf, zu Zurzach ; die Me-dicis zu Florenz liehen ihr Gelder"^); aber der blühende

110) Vaterl. Sammt.. — Faßbind, Geschichte von Schwpz, IV, 370.

111) Es erhielt z. B. jeder Appenzeller einen Gulden. Im Jahre 1535gab es in Appenzell 8568 männliche Einwohner zwischen 16 und80 Jahren. Walser. — Mehrere schlugen den Gulden des Königsaus, weil sie von ihrer Arbeit leben können.

112) Die Stadt kaufte dieselben auf, nicht um ein Monopol zu treiben,sondern um das der Privatleute zu hindern. Freib. Archive. —Schw. Jahrbücher, Sept. 1823.

113) Nach seiner Aufnahme in den Schweizerbund hatte Freiburg einStück Weißes Tuch an Niklaus von der Flüe , und ein Stückgraues an seinen Gefährten geschickt. — Die Eichenwälder umdie Stadt gaben die Lohe, die reiche Weide das Vieh. DieWolle wurde in Genua und Arles gekauft. Die ungefärbtenTücher gingen nach Deutschland , die gefärbten nach Carcafsoneund nach Italien .