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Um die Kirche gelagert, erheiterte man sich durch Ge-spräche und Einfälle über die vergangenen Zeiten und diefetzigen. Doch wenn die Trommel schlug, nahm feurigmanch frommer Pilger statt des Stabes sein Schwert.
Schwyz hörte nicht gerne den Vorwurf, den ihm dieZürcher machten, daß es eifrig im Glauben fei, aufdie Sitten aber nicht mehr achte. Es erließ feit derReformation eine Menge Verordnungen gegen den Stolz,die Gotteslästerung, die Trunkenheit und Schwelgerei.Man durfte nicht mehr so häufig tanzen'?'), und nurnoch um Rahm und Kastanien spielen. Einsiedeln , diealte Zierde des Landes, erholte sich wieder von den Wunden,die ihm die Reform geschlagen hatte. Nach dem Beispieleder evangelischen Städte, ließ Abt Ludwig II. eineAnzahl talentvoller Zünglinge, die er sich aus dem Adelgewühlt hatte, durch gute Studien zum Dienste der Kirchebilden; einer derselben war der nachherige Abt Joachim.Hin und wieder traten Tugenden, die an das alte Rom erinnerten, aus der Verdorbenheit der Sitten hervor.Lange hatte der Landammann Amberg seinen Stand aufden Tagen der Eidgenossen mit Ehren vertreten, als seineinziger Sohn Unglück und Schande über sein Hausbrachte. Der junge Mann, zum Sklaven des Ver-gnügens geworden, hatte es bis zur Blutschande ge-trieben. Nach dem Gesetze war er des Todes schuldig,
121) Gemälde der Schweiz; Schwyz , von Gerold Meyer von Knonau. —Alterthümer, das Land Schwyz betreffend, Manuscript in derBibliothek des Herrn Zschokke .
122) Ein Binarer von Wartensee . Nachdem er sieben Jahre langdafür erkommunicirt gewesen, daß er von der weltlichen Machtangestellt worden, erhielt er endlich für seine Wahl die Be-stätigung des Pabstes und des Kaisers. Über Alles wurde vonNeuem der Segen gesprochen. Leu. — Vaterl. Samml.