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die Reform aussprach, und sich Zürich für sie verwendete,erlaubte Blarer, baß nach der Messe noch gepredigtwerde; doch verstand er dieß buchstäblich, und gestatteteweder die Taufe, noch das Abendmahl, noch irgend eineandere Uebung des evangelischen Gottesdienstes, als diePredigt. Für den geringsten Angriff auf den Glaubender römischen Kirche wurde der Pfarrer als Friedens-störer verbannt. Als die Reformirten es vorzogen, inihren Häusern sich zu versammeln, und die Kirchen ver-ließen, nöthigte man sie, der Predigt des katholischen Pfarrers beizuwohnen. Allmälig starben ihre kleinenGemeinden aus; und als im Zahre 1572, vierzig Zahrenach der Restauration, allen Unterthanen der Abtei be-fohlen wurde, die Messe anzunehmen oder das Land zuverlassen, fanden sich nur fünf Familien, denen der re-formirte Glaube noch lieber war, als die Heimat.
Während Diethelm in den alten Unterthanenländernder Abtei die Freiheit des Gottesdiensts vernichtete,suchte er sie den Katholiken des Toggenburgs zu ver-schaffen. Allein die Bewohner dieses großen Thals,welche in der Kriegszeit die Unabhängigkeit gekauft hat-ten'^), wehrten sich gegen den ersten Versuch, sie unterdas Zoch zurück zu bringen. Sie stützten sich darauf,daß sie im Zahre 1531 als ein selbstherrliches Land aneinem Vertrage mit Mailand Theil genommen, undsogar feit dem Kappelerkriege sich mit den Nachbarkan-tonen in die Zerwürfnisse von Glarus gemischt hattenSie hatten sich zwar verpflichtet, den Katholiken ihresThales die freie Religionsübung zu gestatten; aber so oft