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folgen; sie gefällt sich nur unter einer Notion, welchedie Gerechtigkeit liebt, und für diese zu sterben weiß "PAuch das Thurgau hatte vergeblich gehofft, frei zuwerden "2). Der reiche Obstgarten, den die Thür inihrem untern Laufe wässert, hatte nicht die Freiheitendes AlpenthaleS besessen, das sie näher an ihrer Quellebespühlt. Die Leibeigenschaft war sein LoosUmso mehr hatte das Volk von der Reform gehofft; undwährend Zürich mit ähnlichen Gedanken auf diese schönenEbenen blickte, wie Bern auf das Waadtland, hattendie Thurgauer bei ihm um die Freiheit angehalten. Nunhatte der Adel wieder alles in Besitz genommen, wasihm die Revolution entrissen. Die Hoffnungen, die aufeinmal schwanden, waren so allgemein gewesen, daßselbst die Katholiken, mit deren Priestern die Knechtschaftzurück kehrte, traurig ihre Altäre aufrichteten. DieStädte benutzten diese günstige Zeit, um den Stolz ihrerUnterthanen zu demüthigen. Mit fester Hand vollzogendie katholischen Stände die Wiederherstellung ihres Got-tesdienstes. Die Pfarrer wurden flüchtig, und der vierteTheil des Thurgaus fiel vom reformirten Glauben ab 'P.
138) Wegeiln, Geschichte der Landschaft Toggenburg. — Meier, Ge-schichte der Eidgenossenschaft . I. 417.
139) Puppikofer, Geschichte des Thurgaus. II. 115 und folg.
140) Jeder Thurgauer war dem Hauptrechte unterworfen.
141) Einzelne hatten hingegen gerade bis zu diesem Zeitpunkt ge-wartet, ehe sie sich demselben ergaben. Der Pfarrer Schmutzin Märwyl hatte keinen Beruf zur Reform gefühlt, so langeer sie von Parteileuten im Triumphe getragen sah; bekanntesich aber offen zu derselben, als diejenigen ihrer Anhänger, diejüngst noch die ungestümsten gewesen, sich schüchtern zeigte».Er verlor seine Pfarre und mußte zu dem mühsamen Schul-halten seine Zuflucht nehmen. So der Gerechte, aber nichtdie Menge.