Band 
Erster Theil.
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Dieß war das Leben der Eidgenossen in den Zähren,die zunächst auf den Kappelerkrieg folgten. Die Reformund der Söldnerdienst hatten eine doppelte Schweiz ge-schaffen, wo man sich nicht mehr verstand. Die Katho-liken warfen den Städten vor, das heilige Band der altenEidgenossenschaft zerrissen zu haben. Die Städte ver-sicherten, durch den fremden Kriegsdienst und die Ver-dorbenheit der Kirche sei dieselbe zu Grunde gerichtetworden. Die frühere Innigkeit bestand nicht mehr. Eswurden nicht mehr durch zahlreiche Ehen, wie vorher,die Bürger von Bern, von Freiburg und Solothurn unter einander verbunden. Vergeblich wünschte Bern ,daß die Eidgenossen seine neuen Provinzen in den Bündenbegriffen. An der Tagsatzung kam selten ein Gegenstandvon einiger Wichtigkeit vor (und welche Frage wurdenicht wichtig durch die Gereiztheit der Gemüther!), ohnedaß sich die Gesandten in zwei Lager geschieden hätten.Doch geschah es zuweilen, wenn die Söldner abwesendwaren, daß der Name Eidgenossen noch seine alte Kraftausübte. Warum, hieß es dann, erneuern wir nicht dieheiligen Bünde unserer Väter? Aber sogleich bot sicheine Schwierigkeit dar: wird es in den alten Ausdrückengeschehen? fragten die Katholiken. Uns ist unmöglich,antworteten die Reformirten, die Jungfrau und die Hei-ligen zu Zeugen anzurufen; — und man verließ sich ingrößerer Erbitterung, als jemals

an die sieben Kantone abgetreten, und sich nur das Landgerichtvorbehalten; 1499 hatte aber Marimilian in dem Frieden , derden Schwabenkrieg schloß, dieses Recht den zehn Kantonen über-lassen , welche damals die Eidgenossenschaft bildeten.)

148) Tagsatzungsabschiede, unt. and. von 1543, 1545, den 25. Febr.und den 16. Juni. — Lauffer, IX» 157. — Stettler, 142. —Bullingers Briefwechsel.