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Es gab in allen Kantonen Männer, die sich nicht zuden Parteien schlugen, sei es, daß ihr Charakter so ge-mäßigt war, sei es, daß sie vertrauter mit den Berech-nungen der Politik, als mit den Lehrsätzen der Religionwaren. In den katholischen Ständen gehörten dazu jenePatrioten, welche über die Folgen des Söldner-dienstesseufzten "'), wie Egidius Tschudi, der Geschichtsschreiber,der, obgleich ein Anführer in seinem Lager, nichts destoweniger einen vertrauten Briefwechsel mit Zürichs aus-gezeichnetsten Theologen unterhielt Noch viel zahl-reicher waren in den reformirten Städten die Männer,die nur ungerne auf ihre Pensionen verzichtet, und denWeg des Ruhmes sich hatten versperren lassen ^). Siehatten ihre Stimme, die einige Zeit verstummt war, nachdem Ereignis von Kappel in den Rathsälen wieder erhoben.Sie hatten sich mit den gemäßigten Männern und dengeheimen Papisten verbunden, um die letzten Wirkungender religiösen Umwälzung zu beherrschen. In Zürich war keiner ihrer Versuche gelungen; die Vorsteher derKirche genossen daselbst so großes Ansehen, daß die Obrig-keit in allen wichtigen Vorfällen ihren Rath einholte.Weniger mächtig war zu Bern die Partei der Reform.Zu Schaffhausen und Basel hatte sie sich überflügelnlassen Die Geistlichen waren zu Basel dem Richteramt
15t) Zu Zug hatte nur der Schrecken, den ein Volksaufstand ver-breitet, ihren Sieg vereitelt. Stadlin.
152) Tschudi's Leben von Fuchs, S. in der Helvetia seinen treuherzigenBriefwechsel mit Simler,
153) Meyer, die evangelische Gemeinde in Locarno , 1, 179. — HaklersLeben von Kirchhofer. — Der Briefwechsel der Reformatoren,besonders in rer Simlerschen Sammlung zu Zürich , und in denConventsarchiven zu Bern . Ihre Briefe sind voll Wehklagen;s, z. B, diejenigen von 1539,
154) Ochs, Geschichte von Basel. — Meyer, die Gemeinde von Locarno , 1-