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sollten. Das neue Gesetzbuch konnte bei dem noch un-mündigen Zustande der Wissenschaft nichts anderes sein,als ein Gemisch von römischem, kanonischen und Ge-wohnheitsrecht. Es gebrach demselben an allgemeinenGrundsätzen. Die Strafen waren mit Blut verzeichnet.Nichts desto weniger war das Gesetz ein Fortschritt. AmAllgemeinen bot Graubünden einen ruhigen Anblick dar,so daß es auch in den Streitigkeiten der Eidgenossen zumFrieden ermähnen konnte. Der Parteihaß brach in seinenThälern nicht eher aus, als bis sich die religiösen Fragenmit den Zerwürfnissen verbanden, welche die fremde Politikverursacht hatte ^).
In dem großen Bassin des Wallis können sich ver-schiedene Ansichten weniger leicht neben einander erhalten,als in den verschlungenen Thälern Graubündens . Es hatauch die Geschichte der Walliser nicht dieselbe Mannig-faltigkeit und Bewegung, wie die der Bünde . Zwischenihren Bergen bleiben sie vergessen von der Welt, die auchsie um so leichter vergessen, als sie in ihrer tragen Gleich-gültigkeit, mit Glauben und Freiheit zufrieden, die Reich-thümer und den Ruhm entbehren können. Zm Wallis erneuern sich die Ideen nur zur Zeit jener großen Revo-lutionen, welche, wie eine Sündfluth, bis an die höchsten
185) Zschokke. — Quadrio. — Misor fauste sich in jener Zeit vonden Trivulci für 24,500 Thaler, in vier Fristen zahlbar, los;vor der vierten Zahlung gereute es die Trivulci; sie suchten denNotar Bölini zu gewinnen, daß er den Kaufsvertrag vernichte.Bölini wollte aber lieber sterben, als seine Landsleute verrathen.Nun wurden die Trivulci von den Bündnern verfolgt, ihr Schloßauf deren Befehl niedergerissen. Unter den Ruinen der Schweiz gibt es kaum eine schönere. — Rosmini. — kompeo I-ils,ItLlisiu illnstri. — Lowpeircüo storieo üella vallv Uesoleins,vowpilato äs Antonio s klares, S. 115 ff. Ausg. von 1838.
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