Band 
Erster Theil.
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darauf. Er ließ die kaiserliche Acht über sie aufsprechen;vielleicht erfuhren sie es nicht einmal. Endlich verschaffteer sich vom Kaiser eine Urkunde, welche alle die Rechtebestätigte, die der Bischof zu Sitten von Karl dem Großenerhalten zu haben glaubte. Bevor er sie geltend machenkonnte, starb er in Rom , vermachte aber andern die Ca-rolina, wie man die Urkunde nannte, welche die Unter-schriften Karls des Großen und Karls V. trug. DieBischöfe, die auf Schinner folgten, nahmen das Ver-mächtnis an, und es entstand nun zwischen dem Volke,das die Carolina zurückwies, und dem Bischöfe, der ihrAnsehen verschaffen wollte, ein heftiger Streit, welcherdas Aufkommen der Reform erleichterte ^).

Es waren anfangs nur vereinzelte, kaum bemerkbareRegungen; etwas später wurde die Bibel gelesen, undkleine Versammlungen bildeten sich. Das untere Wallis erhielt die Keime des Glaubens von seinen Nachbarn vonAigle; im obern wurde der Same durch einen der eigen-thümlichsten Männer ausgeworfen, welchen das sechzehnteJahrhundert gekannt hat Thomas Mater wurde inder Gemeinde Visp einem Vater geschenkt, dessen zahl-reiche Familie sein einziges Vermögen war. Der Vaterstarb; dem Kinde mußte die Barmherzigkeit ein wenig

beständig der Dolch gegen ihre Köpfe gezückt sei! daß ihr Ver-brechen sie niederdrücke und die Verzweiflung an ihnen nage!daß sie ihren Verstand verlieren! daß ihr Vieh hinsterbe! daßsie aus dem Buche des Lebens getilgt werden!"

167) Leu; Art. Wallis , Sitten. — VaUesia vdrislisna. — Mitg.Urkunden, Broschüren und Briese.

188) Platers Autographie, Manuscr. Sein Leben in PfenningerSberühmten Schweizern; in Uisoellanvulixurilis, 1724; 4lksiiaskaurieas, und in den Zürcher Neujahrsgeschenken 1788. AuchLeonhart Meister, Lutz und Franz haben Biographien Platersgeschrieben.