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mehrere Würdenträger der Kirche von einem Hofe ent-fernt, an welchem man, um für einen galanten Mannzu gelten, über das Christenthum mußte zu scherzenwissen. Sie hatten dieses Rom verlassen, wo die Mengenicht mehr zu der Schwelle der Apostel wallfahrtete, son-dern sich zu dem Apollo von Belvedere drängte, diePaläste, die Michel Angelo gebaut, die Galerien bewun-derte, die Rafael gemalt hatte. Zu diesen ernsten Män-nern gehörten Poole , Sadolet, Giberto, Contarini, die,auf das Heil der Kirche bedacht, eine Gesellschaft unterAnrufung der göttlichen Liebe gründeten. Sie wünschteneine Reform, wie Luther , und nannten das Dogma derRechtfertigung durch den Glauben, das Luther als dieGrundlage der Kirche bezeichnet hatte, den kostbarenStein, den sie zu entdecken das Glück gehabt. Wennman einem spätern' Berichte der Inquisition glaubendarf, so wurde diese Lehre in Italien durch dreitausendSchulmeister verbreitet, unter denen die einen sie von denWaldensern auf der Halbinsel, oder von Lutherischen Bü-chern angenommen, gar viele aber durch die eben ge-nannten Männer darin eingeweiht worden waren. Diesewollten aber eine Reform ohne eine Revolution, worinsie sich von den Reformatoren unterschieden, wie einWeiser von einem Gläubigen. Be, Lebzeiten Leo's, Kle-mens, der Päpste aus dem Hause Medicis waren sieBarbaren, deren Stimme kaum Gehör fand; aber allesänderte, als Paul III. den päpstlichen Stuhl bestieg.
Die Kirche hatte es mit dem Verluste Deutschlands und Englands gebüßt, daß sie die Sünden des Jahr-hunderts mitgemacht. Um fernere Trennungen zu ver-hüten, glaubte der neue Papst, sie in ihrer Politik undin ihren Sitten bessern zu müssen. Es war eine seiner