Band 
Erster Theil.
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ersten Handlungen, daß er Erasnms den Purpur anbot,und zum Wiederaufbau der heiligen Stadt seine Hülfeverlangte'"). Erasmus, der zu Basel dem Tode ent-gegen sah, schlug zwar den Purpur mit der Geberdeeines Mannes aus, der nichts mehr wünscht, als ruhigzu sterben; aber seine Gesinnung schien ganz in die SeelePauls III. übergegangen zu sein. Der Papst berief zusich alle die Prälaten, welche das Oratorium der göttlichenLiebe gegründet hatten. Er befahl den Kardinälen undden Bischöfen, die selbst ein so hoffärtiges Leben führten,die Besserung zu predigen, und in ihrem eigenen Wandelzu zeigen. Und obgleich noch jüngst der bloße Nameeines Konziliums den Preis der käuflichen Aemter her-untergedrückt hatte, entschloß er sich doch gerade zu einemKonzilium. Vergerio sollte Deutschland darauf vorbereiten;„Wendet alle Euere Beredsamkeit an, sagte ihm derPapst, die Geister für eine Versammlung der Christen-heit zu gewinnen. Sprechet Euch noch nicht über denOrt aus. Vor allem aber hindert, daß nicht jenseits desRheins sich eine deutsche Versammlung bilde." Vergeriobrauchte fünf Zahre, um dem Entschlüsse des heiligenStuhles bei einer Anzahl Fürsten und KirchenmännerEingang zu verschaffen. Die Theologen versuchten nunein Glaubensbekenntniß abzufassen, das beide Parteienunterzeichnen könnten. Besprechungen wurden zu Re-gensburg im Frühling 1541 veranstaltet. Der Papst ließsich daselbst durch Contarini vertreten, den aufrichtigstenunter den Kardinälen, die einer Reform gewogen waren.Bucer, Melanchton , voll Hoffnung, erschienen von derandern Seite. Schon glaubte Philipp von Hessen, auf

173) Lrasmi opers, sä. krotxrnii, smno 1540, III, 1095. —Erasmus Apologie, 113.