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prächtigem Hengste den Zug gegen die Türken an derSpitze der vereinigten Christenheit anzutreten. Es war einherrlicher Augenblick, als die Theologen über die Recht-fertigung durch den Glauben überein kamen: man hieltdas Schisma für beendigt; man glaubte, die Morgen-röthe besserer Tage zu sehen. Aber plötzlich kamen Wind-stöße zugleich von Norden und von Süden. Luther schleuderte seinen Blitz auf einen Vertrag, den er einWerk des Teufels nannte. Frankreich konnte nicht ruhigzusehen, wie sich der Kaiser durch die Beilegung allesZwistes in Deutschland stärkte. Sogar im Papste er-wachten Besorgnisse für daS europäische Gleichgewicht.Bald war von dem kaum begonnenen Werke keine Spur-mehr übrig
Die Besprechungen in Regensburg waren die letztenVersuche einer Aussöhnung der Christenheit gewesen.Sei es, daß Paul nur gespielt hatte, oder daß er vorden Folgen seines Planes erschrack, er schlug jetzt einenneuen Weg ein. Er berief das Konzilium ^ keinerAnnäherung mehr; auch nicht mehr aus dem freien BodenDeutschlands, sondern zu Trident, an Italiens Grenze,wo er es im Auge behalten konnte. Er führte zwarnoch immer das Wort Reform im Munde; aber wäh-
174) Contarini, Leben Pauls IV. — Sleidan, Nb. XII. bis XIV. —Ranke, die römischen Päpste, II. — kaz-naltli, nnnsles. — Bul-linger. Die Abgeordneten der fünf Orte nach Regensbnrg ver-sprachen die baldige Bekehrung der Zürcher . Zur Antwort wurdeirgendwo ein Zürcherisches Mandat von 1531, worin die Treuean die Reform betheuert war, angeschlagen, was ihnen manchesStichelwort zuzog.
175) Die Einladung an die Schweizer in den Abschieden von Baden,15. April 1543, und neue Mahnungen, 23. März 1545, und6. Juli 1546 .