Band 
Erster Theil.
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rend in dasselbe bisher der versöhnliche Geist Vergerio'sund Contarini's den Sinn gelegt hatte, bedeutete es jetztdie Ausrottung der Ketzerei. Zu diesem Zwecke be-durfte der Papst eines Mannes, der einen Vernichtungs-krieg gegen das Schisma zu führen verstände; ein fin-sterer Eiferer, der Kardinal Caraffa, schlug ihm dieInquisition vor. Er brauchte gehorsame Truppen, diefür den heiligen Stuhl wieder dasselbe waren, was dieBenediktiner zur Zeit des Einfalles der Barbaren, dieBettelmönche bei den ersten Angriffen auf die Verdorben-heit der Kirche gewesen. Die Nachfolger dieser Mönchewaren der Welt so verächtlich geworden, daß sie sichnicht mehr außerhalb ihrer verrufenen Klöster zeigendurften. Die Kirche hatte aber in ihren Gefahren eineergebene, eingeübte Mannschaft nöthig; diese Hülfe wurdeihr durch Zgnaz von Loyola verschafft.

Zgnaz war ein Edelmann aus Navarra , der in seinerZugend für Poesie und Ruhm geglüht hatte. Es war ihmdas Bein zerschmettert worden, als er auf den WällenPamplona's stritt, das die Franzofen belagerten. Aufseinem Krankenlager hatte er einige Romane begehrt.Man fand für ihn nichts, als die Blume der Heiligen.Er las, und wurde von diesen großen Beispielen derBüßung ergriffen. Er fastete, betete. Als er einst in derNacht aufstand, und sich niederwarf vor dem Bilde derJungfrau, qmpfand er eine so tiefe Rührung, daß erdem Dienste der Mutter Gottes sich widmen wollte. Amfolgenden Tage hängte er zum Abschiede vom weltlichenKriegerstande seinen Degen neben dem Altar auf; danngürtete er sich mit einer eisernen Kette, trug ein rauhesHaarhemd unter seinem Kleide von Tuch, ließ die Nagel,den Bart, die Haare wachsen, und mit diesem schmutzi-gen, scheußlichen Aussehen erbettelte er sein Brod von