Band 
Erster Theil.
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hatte, daß ein junger Mann von zartem Körper, gelb-lichem Gesichte, schwarzem und spitzigen Barte und einemso durchdringenden Blicke, daß es nur der Verfasserder Institutionen sein könne, abgestiegen sei, lief Farelzu ihm ins Wirthshaus. Anständig bat er, der seinerAufgabe fast erlag, den jungen Calvin, in Genf zubleiben und ihm zu helfen. Calvin entschuldigte sich mitseiner Neigung Zur Ruhe. — „Zur Ruhe, fuhr ihn Farel,dessen Auge entflammte, mit seiner Donnerstimme an;daß Gott sie verfluche, deine Ruhe, wenn du uns ineiner so großen Noth nicht helfen willst! es möge derFriede, den du ferne von Zesus Christus suchst, unab-lässig vor deinen Schritten entweichen." Calvin glaubtevon Gottes Hand geschüttelt worden zu sein. Er ge-horchte , und wenige Tage später hatte er in Genf seineVorlesungen über Theologie begonnen "°). Die Herrenvon Genf verfügten, daß dieser Franzose (sie wußtenseinen Namen noch nicht auszusprechen), der in St. PeterVorlesungen halte, in der Stadt bleiben, und daß fürseinen Unterhalt gesorgt werden sollte"').

. Die Aufgabe war groß genug, um einen jungenMann von so schwacher Gesundheit, so zarter Stimmezu erschrecken. Die Pfarrer hatten auf der einen Seitenoch mit den frühern Feinden zu thun. Richardet,Lullin, Balard blieben dem alten Glauben zugethan,und erklärten jetzt dem Rathe: er könne keinen Bürgerzwingen, in die Predigt zu gehen; denn er selbst habeim Anfange dieser Sache gesagt, daß es niemandem zu-komme , über die Gewissen zu herrschen. Auf der andern

ISO) Vorrede zum Commentar über die Psalmen. — Leben Farels,Handschrift!.

191) Rathsprot. Von Genf .