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Berns, die Reformatoren. Mit ihrer Hülfe begannenCalvin und Farel den KampfZuerst wurde gegendie großen Aergernisse eingeschritten. Ein Mann undeine Frau waren im Ehebruch ergriffen worden: siewurden in den Straßen herum geführt, die Frau fürein Zahr verwiesen, der Mann auf drei Tage ins Ge-fängniß geworfen. Wegen desselben Verbrechens wurdeAmi Curtet, Lieutenant der Republik , zu der gleichenStrafe verurtheilt und seines Amtes entsetzt. Er be-klagte sich bitter über diesen Schimpf, und das Volkrächte ihn dadurch, daß es ihn zum Syndic wählte.Eine Gattin, die in auffallendem Haarputze zum Segenerschienen war, wurde mit den Personen, die sie be-gleitet, und denen, die ihr das Haar geschmückt hatten,ins Gefängniß geführt. Ein Spieler wurde am Hals-eisen ausgestellt, an welches die Karten gebunden waren.Eitle oder muthwillige Tänze und Lieder wurden ver-boten E). Die Reform verfolgte schon im Vergnügendie Laster, welche daraus hervorgehen konnten. Wegenbloßer Unsittlichkeit zu verhaften, verletzt unsere Vorstel-lungen ; aber das Alterthum hat seine großen Gesetzgeberdafür bewundert.
Die Pfarrer ließen sich übrigens durch Kirchenzuchtnicht zufrieden stellen. Calvin erklärte, er könne nichtzu Genf bleiben, wenn das Volk nicht ein klares Be-kenntniß seines Glaubens ablege und feierlich schwöre,dem Worte Gottes Unterthan zu sein. Die Räthe gabennach. Es wurde die Versammlung der Bürger zusammenberufen E). Die Libertiner erschienen nicht. Die Ver-
195) (lslvini spiswlse, im neunten Bande der Werke, S. 2.
196) Rathsprot. — Roset. — Handschrift!. Leben Farels.
197) 29. Juli 1537.