Band 
Erster Theil.
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die Stadt in drei Tagen zu verlassen. Gottlob! sagtensie, wenn wir den Menschen gedient hätten, .so wäre unsnun übel gelohnt worden; aber unser Herr ist Gott ; an-genehm ist es, sein Kreuz zu tragen

In Berns Absicht war aber dieses nicht gelegen ^).Es hatte nicht der Demokratie zum Siege verhelfen, unddie Reform in Gefahr bringen wollen: nun suchte es dieGenfer von ihrem Beschlusse wieder abzubringen. Aucheine Synode, die sich zu Zürich versammelte, legte Für-sprache für die Verwiesenen ein. Schon hatten sich zweiRathsherren von Bern, mit den Pfarrern Ritter undViret, auf den Weg nach Genf begeben, um Calvin undFarel dahin zurückzubringen, als, eine Stunde von derStadt, ein Bote die Erklärung brachte, Genf werde dieMänner nicht mehr aufnehmen, die es verjagt habe.Die Bürger bestätigten einmüthig den Beschluß des Ma-gistrats » Lieber sterben, als ihre Tyrannei!" warder allgemeine Ruf. Die Männer Gottes flohen unterdem wilden Hohngeschrei der verfolgenden Menge ^). Im-mer dachte Calvin an Basel , wo er Ruhe fände; sie be-gaben sich dorthin. Doch kaum waren sie angekommen,als beide einen Ruf erhielten, Farel als Pfarrer nachNeuenburg, Calvin zu der kleinen Heerde, welche fran-zösische Flüchtlinge zu Straßburg bildeten. Sie trennten

205) » Nsis vou8 sei'voos ua xrsnä msllrs qui, loi» cks ns pssrecoillpenssr sss ssrvileurs, Isur psxs es qu'il vs Isur6oit pss.« — Spon. I. 278. — Beza. — Roset. IV. 17. —Bonivard hatte den Kampf voraus gesagt; wie oft hat derGeschichtschreiber die Stimme der Cafsandra!

206) Welsche Missiven, Bern . Arch.

207) 26. Mai 1538.

208) Calvins Briefe an Viret von jener Zeit, zum Theil noch nichtherausgegeben. — Kirchhofer.