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sich 20g) mit der lebendigen Ueberzeugung, daß neben demWorte auch die Zucht zu den Waffen der Kirche gehöre.Um die Barbaren zu besiegen, führte Mcirius zuerst Ord-nung unter den Legionen ein.
Straßburg war der geeignete Ort, um an einer kleinenHeerde diese Regel zu versuchen, welche sich Genf nichthatte gefallen lassen ^'°). Zugleich sollte daselbst die Be-stimmung Calvins noch eine neue Entwickelung erhalten.Er kam nämlich mit den Theologen Deutschlands in Ver-bindung, wurde ihnen bekannt. Wie bewunderten sie ihnalle 2")! Melanchton nannte ihn den Theologen. Bucer glaubte in ihm den Mann zu erblicken, den Gott zurVersöhnung der Kirchen Deutschlands und der Schweiz berufen habe. Seine eigenen Versuche waren nicht glücklichgewesen. Nachdem die Schweizer Luthern ihre Confessionvorgelegt hatten, war in dem Streite über das Sakramentein kurzer Stillstand eingetreten; und noch hatten BucersBemühungen keinen andern Erfolg gehabt, als daß einigeKirchen Niederdeutschlands zur augsburgischen Confession
289) Bucer sah die Trennung gerne: »ne alterntruiu irnpsllat,uter^us inolinst plus satis."
218) Calvins Correspondenz von jener Zeit ist voll von seiner Kirchen-zncht. Er entwickelte sein System darüber auch in einer neuenAusgabe der Institutionen. Ein neuer Gregor VII. wollteer die Trennung der Kirche vom Staate, und verlangte fürdie Kirche das Recht, die Prüfung vor dem Abendmahl einzu-führen, ferner die Wahl der Aeltesten durch den Rath, denErlaß der Verordnungen durch das christliche Volk, die Ercom-mnnication. Zu Straßburg traf er bei seiner Gemeine aufso viele Schwierigkeiten, daß er verzweifelt hätte, wenn nichtein Werk, das von Gott ist, niemals solle aufgegeben werden,geschehe, was da wolle. Briefe. — Beza.
211) »Solus intsr tkeologos." Scaliger. — Bucer nannte ihnden Mann der Einigung. Lp. 3 , sä. Lausanne .