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Calvin wohnte als Abgeordneter von Straßburg diesenFriedensunterhandlungen bei, als er eine Gesandtschaftvon Genf erhielt.
Es war zu Genf seit der Vertreibung der Pfarrermit jedem Tage schlimmer geworden?"). Die schlechtenHäuser standen wieder offen. Ganze Schwärme nackterMänner liefen durch die Straßen und tanzten nach Pfeifenund Trommeln. Weil man bernische Kirchengebräuchevertheidigte, glaubte man jede Ausschweifung begehen zudürfen. Die Schule wurde nicht mehr besucht. DiePapisten streckten die Köpfe. Die Wiedertäufer predigtentäglich. Die treugebliebenen Anhänger der verjagtenPfarrer waren zum allgemeinen Gespötte geworden.Calvin tröstete sie in seinen Briefen „Es möchte dieganze Erde erzittern, schrieb er ihnen, so laßt euch dennochvon euern Wachposten nicht vertreiben, bis der Tag desHerrn kommt. Bald verwelkt die Krone, womit sich dieTrunkenen Ephraims schmücken, und der Zorn des Ewigengeht doch vorüber, und weicht vor der Barmherzigkeit,die sich von den Kindern auf die Kinder erstreckt" ^).Die kleine Heerde hielt sich von den neuen Pfarrern ent-fernt, die sie als Söldlinge ansah. Es gebrach denselbenan allem Ansehen ^). Diesen Augenblick benutzte der
215) Roset, IV, 27.
218) S. unsere Ausgabe von kuckst, kisloire cls 1s rvloiwstiou6s Is Suigss, V, 505. — kpist. IX, 8.
217) Vom 4. August, Calvin an Biret. — Calvin tadelte sie, daß siedas Abendmahl nicht von den Stadtpfarrern nahmen. Er unter-schied zwischen den Pfarrern, welche auf alles Rücksicht zu neh-men haben, und den andern Gläubigen, die nur ihr eigenes Ge-wissen berathen müssen.
218) Die Frauen machte» ihnen öffentlich Vorwürfe. Man verbotihnen die Bibel zu lesen. — Ruchat, V, 512. — kssixoslio»