Band 
Erster Theil.
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zugeben, und fußten zugleich den Beschluß, daß jedem,der von einem neuen Herrn spreche, der Kopf vor dieFüße gelegt werden sollte Die Gefahr hatte die

Parteien vereinigt. Am Sonntage, den 1. Febr. 1540,reichten sich die Parteihäupter die Hände. Auch dieArtikulanten — diesen Namen gab das Volk den Ab-geordneten , welche die Artikel zu Bern unterzeichnethatten — wurden in den Frieden aufgenommen^). JeanPhilippe ward zum Hauptmann gewählt. Eine Prokla-mation verkündete der Stadt bei Trommelschlag denFrieden unter ihren Söhnen. Noch gab aber Bern nichtnach ^). Seine neue Zudringlichkeit zog den Artikulantenwieder die Erbitterung des Volkes zu. Der Verdacht,der Zorn vermehrte sich, als der König von Frankreich sich des Mandements von Thyes bemächtigte, das zu densavoyischen Eroberungen Genfs gehörte. Weil man fürch-tete, schrie man nach Rache. Die Artikulanten warenauf bernisches Gebiet geflohen. Sie wurden verurtheilt,enthauptet zu werden, wenn man sie fest nehmen könnte.Ihre Güter wurden eingezogen.

Indessen hatte das Volk durch ihre Verurtheilung denHauptmann Jean Philippe gekrankt, der ihnen sehr be-freundet war. Philippe zeigte in seinem Amte den reichenund freigebigen Mann. Er war Soldat und umgab sichmit Soldaten. Der beßte Degen war ihm der beßte

221) Sie beschlossen, daß jeder Genfer , der einen andern Genfer vorein fremdes Gericht lade, gleich demjenigen, der sich gegen dieRepublik ans Ausland wendet, an seinem Leibe, seinem Gut undseiner Ehre solle gestraft werden.

222) Das Volk nannte sie Articlour oder Artichauds.

223) Bern wollte den Rechtsgang einschlagen, Genf lehnte dies ab.Das Lamm geht nicht gerne mit dem Wolfe vor den Richter.

224) 5 . Juni 1539.