Band 
Erster Theil.
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Zn dieser Zerrissenheit hätten die Genfer wieder gernedas Joch der Prediger getragen, das ihnen wie eine Er-quickung vorkam neben dem, unter welches sie gerathenwaren. Ihre Gegner alle hatten ihr Ansehen verscherzt.Es war nicht unbeachtet geblieben, daß zwei Jahre nachder Verbannung Farels und Calvins die vier Syndies,welche dieselbe ausgesprochen, vom Volke verurtheiltworden waren; Richardet als Philippe's Mitschuldiger,die beiden übrigen als Artikulanten. Daß Monatonumkam, als er sich durch ein Fenster zu flüchten ver-suchte, erinnerte an seine höhnische Bemerkung gegenCalvin: Die Stadtthore sind weit genug, um Euch hin-aus zu lassen ^). Zwei der neuen Pfarrer, auf welchedie Unzufriedenheit nun fiel, entwichen heimlich aus derStadt Die allgemeine Stimme war: nach nichtssollen wir trachten, als zurückzukehren zu Gott, und alleswieder einzurichten, wie es vor fünf Jahren war, woman noch überall diese Stadt in großen Ehren hielt unddie Ordnung zu betrachten kam, die da herrschte. EineStimme wagte, Calvin zu nennen ^°). Bernard, einerder Pfarrer, schrieb an den Verwiesenen „Es hatmich gedrängt, das Volk zu mahnen, daß es denHimmel um einen Führer bitte, der die Kirche wiederaufrichten könne. Ich dachte dabei nicht an dich, ichmuß es gestehen. Das Volk betete in großer Andacht.Als darauf die Räthe versammelt waren, riefen alle:

228) Richardet? Picot, 379. — Roset, IV, 52. — CalvinsLeben von Beza.

229) Roset, IV, 47.

230) 20. Okt. 1540, erste Erwähnung der Rückkehr Calvins, 1. Mai1541, feierlicher Widerruf seiner Verbannung.

231) 1 . FeLr. 1541. — Ruchat, V, 154.