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Während Frankreich so verfuhr, schickte sich auch derKaiser an, die zu Crespy eingegangenen Verpflichtungenzu erfüllen; er that es aber auf seine Weise. Als Jüng-ling hatte er in Comines die Politik Ludwigs XI. studirt;jetzt befolgte er sie. Bei ihm war kein Ungestüm; sorg-sam verbarg er den Krieg, zu dem er sich rüstete. Inden Conferenzen, die er absichtlich häufte, sprach er nurvon Einigung, von Gewissensfreiheit; unterhielt aber diedeutschen Städte von seinem Entschlüsse, die Prinzen zudemüthigen, die Prinzen von dem Plane, die Städte zuzüchtigen. So gelang es ihm, den schmalkaldischen Bundzu entzweien, und Albrecht von Brandenburg und Morizvon Sachsen davon zu trennen. Mit dem Papst hatte erein heimliches Bündniß geschlossen ^). Paul III. hattesich verpflichtet, ihm zwölftausend Mann Fußvolk undfünfhundert Pferde nach Deutschland zu senden, und sechsMonate lang für ihren Unterhalt besorgt zu sein. Auchhatte er ihn bevollmächtigt, die Hälfte der Einkünfte derspanischen Geistlichkeit für den Krieg abzuziehen. InTrient versammelte sich das Concilium, um kirchlicheVerdammnis über diejenigen auszusprechen, gegen die dasSchwert schon gezückt war. Nichts desto weniger be-theuerte der Kaiser noch jetzt seine friedfertigen Gesin-
Das war der Ursprung der deutschen , französischen und italieni-schen Stipendien.
8) Lrespirr, trist, «tes irr-rrt^rs, eä. 1597, p. 132. — Lere,trist, lies s^Nses relorirr., I, 37, 47. — De Thau, VI.—Sleidan, Kap. XVI. — liorrclrs, trist. >Is kroverree, X,601. - Nostradamus , VII, 770. - Paradin, IV, 14t. -Raset, IV, 58, 72. — Savion. — Ruchat. — Gensenprot-,4. Mai u. s. f. — Handschrift!. Brief« van Calvin in derGenferbibliothek.
9) Vertrag 28. Juni 1546.